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Argentinien: Senat beschließt Gesetz zur Bewältigung der Lebensmittelkrise

Argentinien: Senat beschließt Gesetz zur Bewältigung der Lebensmittelkrise
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In Argentinien hat der Senat einstimmig ein Gesetz angenommen, das mehr staatliche Mittel für Nahrung und Lebensmittel zur Verfügung stellt.

Das südamerikanische Land befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise, und kämpft mit einer Inflationsrate von mehr als 55 Prozent - für immer mehr Menschen reicht das Geld nicht zum Leben aus.

Soziale Einrichtungen haben schon lange Alarm geschlagen - für sie war die Ausrufung des Lebensmittelnotstandes schon längst überfällig. Mit zahlreichen Protestaktionen forderten sie die Regierung auf, das Gesetz anzunehmen. Dieses ermöglicht es nun auch, dringend benötigte Hilfe für Suppenküchen bis Ende 2022 bereit zu stellen.

Aida Corvalan, Besitzerin der Suppenküche "Las Huellitas" erzählt: "Kinder können sich keine Milch und keinen Joghurt leisten. Die Mütter klopfen hier an und fragen nach Milchpulver, weil sie normale Milch einfach nicht bezahlen können."

Den Zahlen der argentinischen Statistikbehörde INDEC zufolge lebten Anfang des Jahres rund ein Drittel der Bevölkerung - oder rund 14,3 Millionen Menschen in Armut.

"Es gibt viele bedürftige Kinder und viele, die unternährt sind. Es gibt Kinder, die abends nichts zu essen bekommen", sagt Elena Escobar, Anwohnerin in einem Armutsviertel von Buenos Aires.

Trotz der Senkung der Mehrwertsteuer auf einige Grundnahrungsmittel wie Brot, Zucker und Milch steigen die Preise für Lebensmittel weiter rasant an. So schnell, dass inzwischen rund 8 Prozent der Argentinier unter der Armutsgrenze leben.

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