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Ende der Sanktionen? Zwist zwischen Trump und Ruhani

Ende der Sanktionen? Zwist zwischen Trump und Ruhani
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Kaum zurück von der UN-Vollversammlung hat der iranische Präsident Hassan Ruhani mit einer Behauptung für Verwirrung gesorgt. Die USA seien zur Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran bereit, um Verhandlungen in Gang zu bringen. Das sei am Rande der Konferenz in New York „gemunkelt worden.“

“Die deutsche Kanzlerin, der britische Premierminister und Frankreichs Präsident waren alle anwesend und haben darauf gedrungen, dass ein Treffen mit den USA stattfindet. Sie meinten, die USA würden die Sanktionen beenden. Das haben sie ganz klar gesagt: Wir heben alle Sanktionen auf", sagte Ruhani in einer Fernsehansprache. Auf das Angeboten eingelassen habe er sich aber nicht – dazu sei die Stimmung zu „vergiftet“.

US-Präsident twittert zurück

Donald Trump widersprach prompt auf Twitter: "Der Iran wollte, dass ich die Sanktionen aufhebe, damit es ein Treffen gibt. Ich habe natürlich Nein gesagt." Ein Sprecher des Weißen Hauses sprach von einer Lüge.

Die USA hatten im Mai 2018 den Atomdeal mit Teheran platzen lassen und harte Sanktionen verhängt. Die Europäer bemühen sich seitdem, den wirtschaftlichen Schaden wieder wettzumachen und das Abkommen zu retten. Doch Ruhani fordert konkrete Ergebnisse. Irans Exporte brachen ein, Wirtschaft und Bevölkerung leiden unter den Strafmaßnahmen.

Seit mehreren Monaten hält sich auch Teheran nicht mehr an den Vertrag und fährt die Urananreicherung hoch – über die im Abkommen festgelegten Grenzwerte hinaus.