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Unruhen nach Brand im Migrantenlager auf Lesbos

Unruhen nach Brand im Migrantenlager auf Lesbos
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Nach dem Tod einer Frau und möglicherweise auch ihrer beiden Kinder im Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos, ist die Lage im Camp äußerst angespannt. Die Leichen der Kinder sind noch nicht entdeckt worden.

Eine Decke mit sterblichen Überresten eines Menschen wird noch gerichtsmedizinisch untersucht, berichtet das Staatsfernsehen. Zudem sind nach Angaben des Rettungsdienstes 16 Menschen verletzt worden.

Dazu Lefteris Oikonomou, stellvertretender Minister für Katastrophenschutz:

"Eine verkohlte Leiche wurde gefunden. Das hat zu einer Revolte der Migranten geführt. Feuerwehrleute und Polizisten wurden mit Steinen und anderen Gegenständen gewaltsam angriffen".

Zudem hätten mehrere Personen versucht, Inhaftierte aus einem Gefängnis im Lager zu befreien. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein, um die Migranten zurückzudrängen.

"Vier Spezialeinheiten sind aus Athen angekommen und befinden sich im Lager, um die Ordnung wiederherzustellen. Aber die Menschen hier sind gestresst und fragen, wann sie die Insel verlassen können. Das Flüchtlingszentrum, das 3.500 Menschen, höchstens aber 4.000 Personen aufnehmen kann, beherbergt derzeit mehr als 12.000 Migranten".

Die Regierung in Athen will in einer Krisensitzung beraten, wie es weitergehen soll und welche Maßnahmen getroffen werden. Bereits vergangene Woche hatte das Parlament beschlossen, mehr als 10 000 Migranten von den Inseln zum Festland zu bringen.

Der Brand ist nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr in der Küche oder nach einem Kurzschluss in einem Wohncontainer ausgebrochen. Ein Sprecher des Bürgerschutzministeriums hat Brandstiftung ausgeschlossen.