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Unilever: Kein Plastikmüll mehr mit unserem Namen

Unilever: Kein Plastikmüll mehr mit unserem Namen
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REUTERS/Piroschka van de Wouw/File Photo
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Das globale Konsumgüterunternehmen Unilever, mit Marken wie Dove, Ben & Jerry, Lipton oder Omo, will Kunststoffabfälle reduzieren und eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe schaffen. Zur Zeit setzt der Konzern jedes Jahr 700.000 Tonnen Kunststoffverpackung in die Welt – DuschDas-Flakons, Langnese-Eishüllen, Skip-Waschmittel-Tüten etc.

Zum Vergleich: Die Bewohner der Großstadt München entsorgen pro Jahr ca. 42.000 Tonnen sogenannte Leichtverpackungen (Plastikverpackungen und Verbundstoffe wie Getränkekartons), ein Sechzehntel der Unilever-Menge.

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Der Konsumgüterriese möchte auf mehr recycelbare und alternative Materialien und nachfüllbare Optionen umsteigen, um die Nachfrage der Verbraucher nach weniger Abfall zu befriedigen.

Als Alan Jope, Vorstandschef (CEO) des Unternehmens, das Versprechen auf Twitter ankündigte, sagte er: "Es gibt viel Plastik-Verschmutzung in der Umwelt ..."

"... die unangenehme Wahrheit ist, dass ein Teil davon unseren Namen trägt und das ist nicht in Ordnung."

"In 5 Jahren werden 100% des von uns verwendeten Kunststoffs wiederverwendbar, recycle- oder kompostierbar sein. Bis zum letzten Stück"
Unilever
globales Konsumgüterunternehmen

Die 700.000 Tonnen Frischkunststoff - hergestellt aus Rohstoffen anstelle von recycelten Materialien – will das britisch-niederländische Unternehmen in den kommenden fünf Jahren halbieren.

Das Unilever-Versprechen: "In 5 Jahren werden 100% des von uns verwendeten Kunststoffs wiederverwendbar, recycle- oder kompostierbar sein. Bis zum letzten Stück."

Nach Angaben der Vereinten Nationen haben 127 Länder den Einsatz von Plastiktüten beschränkt.

Die EU hat eine Reihe von Einwegartikeln aus Kunststoff - wie Besteck, Teller und Strohhalme - ab 2021 verboten.

Das Versprechen erfordere neue und innovative Verpackungsmaterialien, so Unilever und neue Geschäftsmodelle, wie Wiederverwendungs- und Nachfüllformate. Ausprobiert werden bereits neue Produktformen, wie Shampoo-Riegel, nachfüllbare Zahnpastatabletten, Deostifte aus Karton und Bambus-Zahnbürsten.

„Unser Kunststoff ist unsere Verantwortung“, sagte Unternehmenschef Alan Jope.

Man darf gespannt sein.

su mit Reuters