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Malaria: Noch nicht genug Fortschritt

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Malaria: Noch nicht genug Fortschritt
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Vor fast 20 Jahren erkrankte Elhadj Diops Tochter an Malaria. Wenige Tage später starb das Mädchen. Es war erst zwölf Jahre alt. Der Senegalese, der bis dahin als Fotograf arbeitete, hängte seinen Beruf an den Nagel und verschrieb sich dem Kampf gegen die Infektionskrankheit.

„Ich habe aus meinem Leiden den Kampf meines Lebens gemacht“, so Diop. „Zuerst war das schwierig, denn die Leute kannten diese Haltung des Kampfes nicht, sie kannten keine Moskitonetze, denn damals waren die sehr teuer. Der wichtigste Fortschritt, den ich zusammen mit der Gesellschaft gemacht habe, ist die Verhaltensänderung, also ein gutes Verständnis der Informationen und der Kommunikation“, berichtet er.

Am häufigsten tritt Malaria in Afrika südlich der Sahara auf und seltener in Südostasien, Lateinamerika sowie Ozeanien. Übertragen werden die Parasiten von Mücken. Die Zahl der Malaria-Todesfälle ist seit dem Jahr 2000 um 60 Prozent gesunken. Das liegt auch an der weiteren Verbreitung von Moskitonetzen, die über das Bett gespannt werden, denn die Mücken stechen hauptsächlich nachts. Doch die Wissenschaft ist in Sorge: Denn manche Parasiten sind bereits gegen herkömmliche Malaria-Medikamente immun.

Der Aktivist Abdourahmane Diallo fordert: „Wir sind für höhere Zuwendungen für die Forschung. Es ist grundlegend, diesem Schädling voraus zu sein, der bislang intelligenter ist, als wir es sind.“

Wird die Malaria tropica, die als gefährlichste Form der Krankheit gilt, falsch oder zu spät behandelt, kann dies für den Patienten tödliche Folgen haben.