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21 Tote bei Protesten im Irak

21 Tote bei Protesten im Irak
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Im Irak sind am Freitag erneute Proteste gegen Korruption und Misswirtschaft der Regierung in Gewalt umgeschlagen. 21 Menschen starben nach Angaben der staatlichen Menschenrechtskommission. Mehr als 1700 seien zudem verletzt worden.

Polizei setzt Tränengas ein

Demonstranten hatten hier in der Hauptstadt Bagdad versucht, in die besonders geschützte Grüne Zone zu gelangen, in der viele Regierungseinrichtungen und Botschaften liegen. Die Sicherheitskräfte setzten daraufhin Tränengas, scharfe Munition und Gummigeschosse ein. Auch am Freitag forderten die Demonstranten den Sturz der Regierung und die Auflösung des Parlaments.

Führender Geistlicher fordert Mäßigung

Iraks Großajatollah Ali al-Sistani rief beide Seiten zur Rücksicht auf. Sicherheitskräfte sollten die Demonstranten "freundlich" behandeln, da diese "ihr Recht auf ein vernünftiges Leben einfordern", hieß es in einer verlesenen Freitagspredigt des einflussreichen Geistlichen.

Bereits Anfang des Monat waren bei tagelangen Protesten in Bagdad und anderen Regionen des Landes fast 150 Zivilisten getötet worden. In einem Bericht der Regierung hieß es später, die meisten von ihnen seien durch Schüsse in Kopf oder Brust ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Menschenrechtskommission wurden etwa 27 Regierungsgebäude und Büros von Parteien attackiert und angezündet.

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