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Klagt Russland gegen Dopingsperre? "Wir haben allen Grund"

Klagt Russland gegen Dopingsperre? "Wir haben allen Grund"
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Nach den Strafen der Welt-Antidopingagentur gegen Russland erwägt der russische Präsident Wladimir Putin, gerichtliche Schritte gegen die Wada einzuleiten. Man müsse sich diese Entscheidung zunächst sehr genau ansehen, sagte Putin.

Offensichtlich sei aber, dass es keine juristische Grundlage für die Wada-Entscheidung gebe. Diese entspreche auch nicht der Satzung der Olympischen Spiele, sagte Putin nach dem Ukraine-Gipfel in Paris: "Strafen können weder kollektiv sein noch für Personen gelten, die nichts mit Verstößen zu tun haben. Jeder versteht es, auch die Experten der WADA.. Es scheint mir, dass diese Entscheidungen nicht auf der Sorge um einen sauberen Sport, sondern auf politischen Interessen beruhen."

Das Wada-Exekutivkomitee suspendierte die russische Antidopingagentur Rusada bis 2023. Athleten dürfen bis dahin nicht unter russischer Flagge an den Start gehen, sondern nur als neutrale Teilnehmer - wenn sie nicht in den Staatsdoping-Skandal verwickelt gewesen sind.

Der Vorsitzende der Antidopingagentur der USA, Travis Tygart, erneuerte bereits bestehende Vorwürfe gegen Russland: "Wir wissen, dass sich das Verhalten nicht geändert hat. Wieder einmal haben die Mächte innerhalb Russlands, die sich schon vom Staatsdoping distanziert hatten, die Vereinbarungen mit der Welt-Antidopingagentur, der Sportgemeinschaft und der olympischen Bewegung gebrochen und sichergestellt, dass die Vertuschung dieses staatlich geförderten Systems bestehen bleibt."

Um die reguläre Teilnahme an den Olympischen Spielen durchzusetzen, bleibt Russland nur der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne. Putin sagte, dazu habe man allen Grund. Der Chef des Nationalen Olympischen Komitess Russlands, Stanislaw Posdnjakow, erlärte, das NOK werde alles tun, damit die Athleten bei den Somerspielen 2020 in Tokio unter der russischen Trikolore antreten können.

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