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Gentechnisch veränderte Babys: Forscher muss 3 Jahre ins Gefängnis

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Gentechnisch veränderte Babys: Forscher muss 3 Jahre ins Gefängnis
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Vor rund einem Jahr hatte der chinesische Forscher He Jiankui die Geburt der ersten genmanipulierten Babys verkündet und damit weltweit für Entsetzen gesorgt. Jetzt wurde er wegen illegaler medizinischer Praktiken zu drei Jahren Gefängnis und einer Zahlung von rund 380.000 Euro verurteilt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur "Xinhua".

He Jiankui hatte nach eigenen Angaben mit dem sogenannten Genscheren-Verfahren das Erbgut zweier Embryos verändert. Die auf die Welt gebrachten Zwillingsmädchen sollten ihm zufolge vor einer Ansteckung mit HIV geschützt sein. Dass das tatsächlich so ist, daran wurde seitens Experten Zweifel laut.

Außerdem sagte der heute 35-Jährige damals, dass eine weitere Frau mit einem genetisch veränderten Kind schwanger sei. Dieses wurde ebenfalls geboren.

Ethik-Debatte losgetreten

Zwei weitere Personen erhielten geringere Strafen - ihre genaue Rolle in dem Fall blieb unklar. Der Prozess fand hinter verschlossenen Türen in der südchinesischen Stadt Shenzhen statt.

Der von He Jiankui beschriebene Eingriff löste in der Öffentlichkeit und Fachwelt eine Debatte über die Genforschung aus und wie weit diese gehen sollte.

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