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Nach Raketenbeschuss: Lage im Irak extrem angespannt

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Nach Raketenbeschuss: Lage im Irak extrem angespannt
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Nach der Tötung des ranghohen iranischen Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Raketenangriff ist die Lage im Irak extrem angespannt.

Am Samstagabend schlugen an mehreren Orten in und um Bagdad Raketen ein. Wie mehrere Nachrichtenagenturen meldeten, trafen die Geschosse unter anderem die schwer gesicherte sogenannte Grüne Zone der Hauptstadt, in der sich unter anderem die US-Botschaft befindet sowie den Militärstützpunkt Al-Balad, auf dem die US-Ausbilder für das irakische Militär untergebracht sind.

Zuvor hatten die pro-iranischen Hisbollah-Brigaden irakische Truppen und Sicherheitskräfte aufgefordert, sich von US-Soldaten auf Stützpunkten im Irak zu entfernen.

Angesichts der wachsenden Unsicherheit in der Region hat das US-Verteidigungsministerium mit der Entsendung weiterer 3000 US-Soldaten in den Nahen Osten begonnen. Gut 5000 amerikanische Kräfte befinden sich bereits vor Ort. Medienberichten zufolge wurde bereits vor einigen Tagen mehreren Tausend US-Soldaten angekündigt, sich auf einen Einsatz vorzubereiten.

Bundeswehr pausiert Ausbildungseinsatz

Die Bundeswehr, die im Irak Sicherheitskräfte der Kurden und der Zentralregierung ausbildet, setzte ihren Einsatz vorerst aus. Den Entschluss habe das Hauptquartier der Anti-IS-Koalition zum Schutz der eigenen Kräfte getroffen, teilte das Einsatzführungskommando den Obleuten im Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Die Entscheidung sei für alle beteiligten Partnernationen bindend.

Das deutsche Kontingent für den internationalen Einsatz gegen den IS zählt derzeit 415 Männer und Frauen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock forderte, alle deutschen Soldaten aus dem Irak herauszuholen.

Auch die Nato stoppte ihre Truppenausbildung vor Ort. Die Mission gehe grundsätzlich weiter, sagte Sprecher Dylan White am Samstag. Mit dem seit Oktober 2018 laufenden Einsatz sollen irakische Streitkräfte ein Wiedererstarken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verhindern. Die Bundeswehr ist an diesem Nato-Einsatz nicht beteiligt.

Anti-Kriegs-Demos in den USA

Gegen die militärische Eskalation im Irak und die Entsendung von Truppen gingen am Samstag in mehreren Städten der USA Menschen auf die Straße. Vor dem Weißen Haus in Washington forderten einige Hundert Demonstranten den sofortigen Rückzug aus dem Irak und eine Ende Sanktionen gegen den Iran.

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