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Svalbard und die Angst, von Reisenden überrannt zu werden

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Svalbard und die Angst, von Reisenden überrannt zu werden
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Um solche Naturbilder mit eigenen Augen zu sehen, zieht es Menschen nach Svalbard. Die zu Norwegen gehörende Inselgruppe in der Arktis - am bekanntesten ist die Hauptinsel Spitzbergen - wirbt unter anderem damit, Heimat von mehr Eisbären als Menschen zu sein. 3000 Exemplare des Raubtieres gibt es hier ungefähr. Und rund 2400 ständige menschliche Bewohner. Doch manche warnen, Svalbard werde mittlerweile überrannt.

Die norwegische Ministerin für öffentliche Sicherheit, Ingvil Smines Tybring-Gjedde, sagt, die Anzahl der Touristen auf Svalbard sei grenzwertig.

Torbjørn Røe Isaksen, Norwegens Minister für Handel, Industrie und Fischerei, betont: „Wir wollen, dass die Menschen Svalbard besuchen und besuchen können. Aber unser Ziel ist, nicht so viele Touristen wie möglich nach Svalbard zu bringen. Es muss ein nachhaltiger Tourismus sein.“

Den örtlichen Reiseveranstaltern bereiten insbesondere solche Urlaubsgäste Sorgen, die Svalbard ohne Kenntnis der rauen Gegebenheiten vor Ort erkunden.

„Es gibt zu viele Fast-Unfälle. Die Menschen sind weder an die Natur noch an die Bedingungen, die hier herrschen, gewöhnt. Und das ist problematisch“, sagt der Fremdenführer Erlend Marø.

Die norwegische Regierung will gegensteuern, denn von mehr als 150 Svalbard-Reisen im vergangenen Jahr wurden nur 35 von Fremdenführern mit ausreichenden Orts- und Norwegischkenntnissen durchgeführt. Helfen sollen strengere Regeln: Die Regierung plant, eine Zulassungspflicht einzuführen.