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So laufen Kommunalwahlen in Zeiten des Coronavirus ab

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So laufen Kommunalwahlen in Zeiten des Coronavirus ab
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Trotz drastischer Regeln und Schulschließungen, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron möchte die Kommunalwahlen am Sonntag stattfinden lassen. Wie organisiert man Wahlen in Zeiten des Coronavirus? 35.000 französischen Gemeinderäte stehen vor dem selben Problem.

Guillaume Petit, euronews: "Der Ministerpräsident hat den Stadträten Empfehlungen gegeben. Wir gehen zu einem Wahllokal und sehen uns an, wie die Wahlen am Sonntag ablaufen werden."

Es bleiben nur noch zwei Tage, bis die Wähler an die Urnen gehen. Schilder und Markierungen am Boden und Anweisungen am Eingang müssen angebracht werden. Pascale Bazaille ist stellvertretende Bürgermeisterin der 22.000-Einwohner-Stadt Sainte-Foy-lès-Lyon. Sie erklärt, was zu tun ist, wenn man am Wahllokal ankommt: "Wenn Sie an einem Wahllokal ankommen, sehen Sie den Hinweis auf eine Waschgelegenheit, wo Sie sich die Hände waschen müssen, bevor Sie wählen gehen können."

Am Eingang zum Wahlraum stehen Desinfektionsmittel in Sprühflaschen bereit. Die Behörden empfehlen außerdem Markierungen am Boden, um einen Mindestabstand von einem Meter zwischen den Wählern einzuhalten. Vorhänge an den Wahlkabinen sollten so weit wie möglich offen gehalten werden. Seinen Ausweis müsse man beim Wahlhelfer ohne Kontakt vorzeigen, sagt Pascale Bazaille.

Die Stifte werden nach jedem Gebrauch gereinigt, man kann auch seinen eigenen Stift mitbringen.

Außerdem müssen die Wahlhelfer darauf achten, dass eine zulässige Anzahl von 1.000 Personen pro Wahllokal nicht überschritten wird.

Hätte die Wahl bei so vielen Komplikationen nicht verschoben werden müssen? Die meisten Einwohner, die euronews in Sainte-Foy-lès-Lyon befragt hat, sehen es gelassen. Eine Frau sagt: "Es ist unsere Pflicht, zu wählen, also werden wir wählen. Wir sollten nicht in Panik geraten, es wird normal ablaufen, letztlich gibt es Vorsichtsmaßnahmen". Eine andere Wählerin sagt: "Wir werden mit unseren Stiften und Wahlzetteln kommen, wir werden einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten, kein Problem."

Das Coronavirus könnte zu einer geringen Wahlbeteiligung führen. 2014 waren 36 Prozent der Wähler aus anderen Gründen ferngebleiben.