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Die Lage in Deutschland am Montag, 23. März 2020

Ein Paar steht auf einem Steg am Rhein, Frankfurt Sonntag 22. März 2020
Ein Paar steht auf einem Steg am Rhein, Frankfurt Sonntag 22. März 2020   -   Copyright  Michael Probst/AP
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Der Leiter des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler informiert über die Infektions-Lage in Deutschland am 23. März 2020.

Demnach sind in Deutschland Infizierte im Schnitt 45 Jahre alt, diejenigen die an Covid-19 gestorben sind waren 82 Jahre alt. Das häufigste Symptom ist nach Informationen von Prof. Wieler Husten.

Medizinstudenten sollen jetzt helfen bei der Kontaktnachverfolgung um Infektketten zu durchbrechen. Die Resonanz darauf sei sehr positiv gewesen. Wieler wandte sich an die Gesellschaft, in einer Befragung habe man herausgefunden, dass die Risikowahrnehmung gestiegen ist. Aber es gebe eine Kluft zwischen Wissen und Handeln. Abstand halten und Hygieneregeln, wie das Niesen in die Armbeuge, würden oft nicht eingehalten.

Mehr als 2.000 Menschen mit Coronavirus wurden in Deutschland schon geheilt. Die Zahl der Infizierten steigen aber weiter an. Nach einem vorsichtigen Trend steige das exponentielle Wachstum nicht mehr ganz so stark, wie man erwarten würde. Eine Erklärung dafür fand Wieler bisher nicht, wollte aber auch noch keine Schlüsse ziehen.

"Abstand halten ist das Gebot der Stunde"

Die soziale Distanzierung alleine reiche nicht aus, 14-tägige Quarantäne von Kontakten und Isolierung von Infizierten seien die wichtigsten Maßnahmen zur Eindämmung.

Aus der Statistik der John Hopkins University geht hervor, dass in Deutschland bisher rund 25.000 Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet wurden, 93 Menschen sind an Covid-19 gestorben.

Eine landesweite Ausgangssperre wie in anderen europäischen Ländern gibt es bisher in Deutschland nicht. Zur Eindämmung der Gesundheitskrise sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland verboten. Ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben.

Schließen müssen alle Restaurants und Friseure.