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Coronavirus in Syrien: "Im Krieg war immerhin noch Leben"

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Coronavirus in Syrien: "Im Krieg war immerhin noch Leben"
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Die Altstadt von Damaskus am Donnerstag. Wo sonst geschäftiges Treiben herrscht, die Läden geöffnet und Menschen unterwegs sind, zeigten sich die Straßen nahezu verwaist.

Basare werden desinfiziert, Läden sind geschlossen

Auf einem der Basare waren tagsüber Reinigungsteams unterwegs, um die geschlossenen Stände zu desinfizieren. Der Student Mustafa ist einer der Arbeiter:

"Während des Krieges gab es Tote, Mörsergranaten und Querschläger, aber dennoch war Damaskus voller Leben. Probleme wurden schnell gelöst und das Leben konnte wieder seinen gewohnten Gang gehen. Die Situation jetzt ist vollkommen anders. Durch das Coronavirus sind alle Märkte geschlossen, wie sie sehen können."

Gesundheitssystem durch den Krieg am Boden

Fünf Fälle von Covid-19 haben die syrischen Behörden seit Sonntag gemeldet. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte wurden geschlossen. Wirtschaft und Gesundheitssystem des Landes sind durch den Syrienkonflikt bereits massiv geschwächt.

380.000 Menschen hat der Krieg seit 2011 das Leben gekostet und Millionen vertrieben. 80 Prozent der Syrier leben nach Angaben der Vereinten Nationen unter der Armutsgrenze.