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Fake News verbreiten sich schnell: WhatsApp schränkt "Weiterleiten"-Funktion ein

Der WhatApp-Kurznachrichtendienst gehört seit zu 2014 zu Facebook.
Der WhatApp-Kurznachrichtendienst gehört seit zu 2014 zu Facebook.   -   Copyright  Martin Meissner/AP
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WhatsApp hat die Weiterleitung von Nachrichten eingeschränkt, um die Verbreitung von Falschinformationen inmitten der Coronavirus-Pandemie einzudämmen.

Ein Doppelpfeil-Symbol warnt den Benutzer, wenn eine Nachricht mehr als fünf Mal weitergeleitet wurde. Sobald diese Nachrichten als "sehr häufig weitergeleitet" gekennzeichnet sind, gibt es jetzt eine Begrenzung, so dass diese Nachrichten jeweils nur an einen Nutzer oder eine Gruppe weitergeleitet werden können.

So sollen sich virale Meldungen, darunter Desinformation, durch die Nachrichtenkanäle zu verlangsamen.

In einem Blog-Beitrag sagte das Unternehmen, dass es eine "erhebliche Zunahme der Weiterleitung" festgestellt habe, die "zur Verbreitung von Fehlinformationen beitragen kann".

Allerdings würden damit auch die Vorteile des schnellen Verbreitens von Nachrichten auf der Plattform eingeschränkt.

"Wir wissen, dass viele Benutzer hilfreiche Informationen sowie lustige Videos, Memes und Überlegungen oder Gebete, die sie für wichtig halten, weiterleiten. In den letzten Wochen wurde WhatsApp auch dazu genutzt, öffentliche Momente der Unterstützung für Mitarbeiter des Gesundheitswesens an vorderster Front zu organisieren."

Es sei aber "wichtig, die Verbreitung von [Fehlinformationen] zu verlangsamen, damit WhatsApp ein Ort für persönliche Gespräche bleibt", damit Fakten falsche Informationen einholen können.

Zahlreiche Copy-Paste-Beiträge sind mit falschen oder irreführenden Fehlinformationen im Umlauf, die auf Plattformen wie Facebook und WhatsApp verbreitet werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen das massenhafte Versenden von Nachrichten eingeschränkt hat. Im Jahr 2019 legte WhatsApp eine Obergrenze für fünf Chats pro "Forward" (Weiterleiten-Funktion) fest. Das werde "dazu beitragen, dass WhatsApp bleibt, für was konzipiert wurde: eine private Messaging-App".

Soziale Medienunternehmen wurden aufgefordert, ihre Bemühungen im Kampf gegen Fehlinformationen zu verstärken.

Im März forderte der irische Premierminister Leo Varakdar die Menschen auf, keine "ungeprüften Informationen" über WhatsApp-Gruppen weiterzugeben. Die Chefin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen forderte Big-Tech-Firmen auf, "ihre Maßnahmen gegen die Desinformation über das Coronavirus zu verstärken".