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Abiturstress 2020: Mit Schutzkittel und Maske

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Abiturstress 2020: Mit Schutzkittel und Maske
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In Ungarn fanden am Montag die schriftlichen Prüfungen für das Abitur statt, trotz Coronavirus-Pandemie. Unter verschärften Bedingungen, also.

Starke Nerven mussten die Schüler schon am Eingangstor beweisen. Für gewöhnlich wird vor Klausuren nach Spickzetteln gesucht. Diesmal wurde Fieber gemessen. Danach gab es Masken und Gummihandschuhe für alle.

Abschreiben wäre in diesem Jahr noch gewagter gewesen denn je - grundsätzlich galten zwei Meter Mindestabstand. Und das schon vor Beginn der Klausuren in der Wartezone auf dem Hof.

Erst Hände desinfizieren, dann Handschuhe und Maske

Für den Prüfungstag gab es strikte Anweisungen. so der Direktor des Budapester Sándor-Kőrösi-Csoma-Gymnasiums, Zsolt Berczelédi: "Zuerst Hände desinfizieren, dann Handschuhe und Maske, bevor wir die Schüler nacheinander ins Gebäude ließen. Sie hatten bereits in den Tagen zuvor eine E-Mail mit den wichtigsten Informationen erhalten, auch, wohin sie mussten, damit sie den Raum so schnell wie möglich und auf dem kürzesten Weg erreichten. Auch die Lehrer erhielten Schutzkleidung, FFP2-Masken und Kittel."

Die ungarischen Schulen sind seit Beginn der Coronakrise geschlossen. Die rund 80.000 Abiturkandidaten mussten sich online auf die Prüfungen vorbereiten. "Für mich war es sehr hart, allein zu arbeiten, ohne richtigen Unterricht", gesteht eine Gymnasiatin. "Bei den Kursen im Internet kam das Material nicht immer so durch, wie es hätte sollen.”

Noch komplizierter: Die mündlichen Prüfungen

Zwei Meter Abstand waren auch im Prüfungsraum die Regel, maximal zehn Schüler in einem Klassenzimmer. Die Schüler waren vorher aufgefordert worden, mit frischer Kleidung und gewaschenem Haar zur Prüfung zu erscheinen.

Euronews-Reporter Zoltán Siposhegyi sagt: "Hier an der Kőrösi Csoma Sándor-Schule mussten gerade mal 80 Kandidaten sozial distanziert werden. Nächste Woche gilt es, die mündlichen Prüfungen zu organisieren, für 80.000 Schüler und 12.000 Lehrer im ganzen Land. Das dürfte nicht so einfach werden.”