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75 Jahre Kriegsende: Moskau und Minsk feiern unterschiedlich

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Eine Flugparade gab es in Moskau trotz Corona
Eine Flugparade gab es in Moskau trotz Corona   -   Copyright  ALEXANDER NEMENOV/AFP
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Russland feiert den 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland - wenn auch aufgrund der Corona-Pandemie in kleinerem Umfang. Die übliche Parade auf dem Roten Platz wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Präsident Wladimir Putin lobte bei der Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten die Verdienste der Roten Armee. Sie hätte das Leben der künftigen Generationen geschützt. "Die spirituelle und moralische Bedeutung des Tag des Sieges wird immer groß bleiben und er ist für uns heilig", so Putin. "Das ist unser Erbe und unser Stolz, die Geschichte unseres Landes, die Geschichte jeder Familie, ein Teil unserer Seele, der uns von unseren Vätern, Müttern und Großeltern weitergegeben wurde."

Weißrussland hält als einziges Land Parade ab

Ganz anders die Feierlichkeiten in Minsk. Weißrussland ist das weltweit einzige Land, das trotz Corona-Pandemie wie gewohnt eine Militärparade abhielt. Weißrussland sei dies den Opfern des Zweiten Weltkriegs schuldig, so Präsident Alexander Lukaschenko. Die Erinnerung an den Krieg und den Sieg über Nazi-Deutschland ist in dem Land von großer Bedeutung. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung, 2,5 Millionen Menschen, wurden von den Deutschen ermordet.

Lukaschenko erinnerte an die Opfer aus allen früheren Sowjetrepubliken, darunter auch an jene aus den baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland. In Weißrussland gibt es kaum staatliche Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Lukaschenko hatte die Einschränkungen in anderen Ländern immer wieder als Panikmache bezeichnet.