Cyberangriff: Es kriselt zwischen Berlin und Moskau

Russische Botschaft in Berlin
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Von euronews
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Das deutsche Außenministerium ließ den russischen Botschafter kommen. Gegen einen Russen liegt ein Haftbefehl vor.

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Ein Cyberangriff auf das EDV-Netz des Deutschen Bundestages im Frühjahr 2015 sorgt für diplomatische Spannungen zwischen Berlin und Moskau. Das Auswärtige Amt bestellte den russischen Botschafter ein, der zuständige Staatssekretär verurteilte den Angriff im Namen der Bundesregierung.

Ende April hatte der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs einen Haftbefehl gegen einen russischen Staatsbürger erlassen. Er wird verdächtigt, an dem Cyberangriff auf den Bundestag beteiligt gewesen und zum Tatzeitpunkt Mitglied des russischen Geheimdienstes gewesen zu sein.

Russland hat mehrfach eine Verstrickung in den Angriff zurückgewiesen und Deutschland vorgeworfen, nicht auf ein Gesprächsangebot eingegangen zu sein. Unbekannte hatten sich Zugriff auf das EDV-Netz des Bundestags verschafft und eine große Menge Daten, darunter Schriftverkehr, entwendet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den Angriff als ungeheuerlich eingestuft.

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