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Algenplage vor Gibraltar ist Gift für Thunfischfang

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Algenplage vor Gibraltar ist Gift für Thunfischfang
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Die Corona-Krise ist kaum überwunden, schon werden Spaniens Fischer in der Straße von Gibraltar von einer neuen Plage heimgesucht: tonnenweise bräunliche Algen.

Rugulopterix okamurae heißt der Eindringling, stammt ursprünglich aus Japan und breitet sich seit einigen Jahren zunehmend im Mittelmeer aus. Das reinste Gift für die vor der Küste Andalusiens praktizierte traditionelle Thunfischfangtechnik der "Almadraba". Ein Labyrinth aus Stellnetzen leitet Thunfischschwärme in die Falle, wo sie von Tauchern erlegt werden.

Eine Art Vorhang, eine Unterwasserwand

Doch die Algenplage macht den Fischern Strich durch die Rechnung, sagt Taucher Diego Pecci. "Das Problem mit dem invasiven Seetang ist, dass er am Netz haften bleibt, dort zu wuchern beginnt und eine Art Vorhang, eine Unterwasserwand bildet.

Unter dem Gewicht und der Spannung beginnen die Netze zu reißen. Abgesehen davon ist der Thunfisch ein Fisch, der klares Wasser sucht. Vor Dunkelheit flieht er und geht nicht ins Netz. Umso schwieriger ist es für uns, den Thunfisch in die geschlossene Netzkammer den sogenannten "Copo" zu bekommen."

Die spanischen Fischer sind besorgt, dass die ohnehin stark eingeschränkte Fangsaison während der Thunfischwanderung von März bis Juni durch die Algenplage gestört wird. Eine finanzielle Entschädigung ist nicht in Sicht. Derweil suchen Wissenschaftler nach einer Möglichkeit, die Netze mit einer Lösung zu beschichten, die verhindert, dass sich unerwünschte Organismen festsetzen.