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Doch wieder Ballermann wie vorher? Betrunkene Deutsche auf Mallorca

Magaluf - ARCHIV
Magaluf - ARCHIV   -   Copyright  Joan Llado/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Eigentlich hat die Regionalregierung von Mallorca die Corona-Regeln gerade erst verschärft. Wer ab Montag in der Öffentlichkeit keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, dem droht ein Strafgeld von 100 Euro. Nur am Pool und am Strand gilt keine Maskenpflicht. Auch wer illegale Partys organisiert, soll ein Bußgeld von bis zu 600.000 Euro bezahlen. Die Verantwortlichen auf Mallorca wollen ein Umdenken, und sie wollen, dass es bei der für Spanien sehr niedrigen Zahl von Coronavirus-Infektionen bleibt.

Gleichzeitig machen Berichte von hunderten meist angetrunkenen deutschen Touristen die Runde, die in der sogenannten "Bierstraße" von Palma de Mallorca gefeiert haben, als gäbe es keine Corona-Krise. Laut Mallorca-Zeitung trugen die meisten Urlauber am Ballermann keine Masken und respektierten keine Abstandsregeln, doch die Polizei schritt nicht ein.

Viele waren über das Verhalten der deutschen Touristen geschockt. Sogar die Kneipe "Et Dömsche" schrieb auf Facebook von einem "rücksichtslosen Saufgelage" und bat darum, die Regeln einzuhalten. Auch weil viele Kellner seit Monaten kein Einkommen hatten und keine Hilfen bekamen.

In Magaluf gab es offenbar ähnliche Szenen von ausufernden Partys mittten im Ort. Hier wurde mindestens eine Person festgenommen.

An diesem Wochenende mussten bei Temperaturen bis zu 33 Grad auch Strände geschlossen werden, weil sich dort zu viele Menschen aufhielten. Jeder Besucher sollte am Strand vier Quadratmeter zur Verfügung haben. An den Sandstrand von Playa de Palma dürfen mehr als 27.000 Menschen gleichzeitig kommen. Doch an einigen kleineren Stränden und Buchten sind nur deutlich weniger Besucher erlaubt.

Schon Mitte Juni durften die ersten Urlauber aus Deutschland als Test-Touristen wieder auf die Balearen reisen.

Die Verwaltungsministerin der Balearen Isabel Castro sagte, Hauptziel der Corona-Regeln sei es, die "Gesundheit aller Bürger und Besucher" zu schützen. Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus seien auf den Inseln zwar sehr niedrig. Man müsse aber verhindern, dass "einige wenig"» die Gesundheit aller aufs Spiel setzten. Die meisten Bürger und Besucher haben sich laut der Ministerin bislang "sehr vorbildlich verhalten". Doch das sagte Isabel Castro bereits am Freitag.

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