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Gedenken an die Opfer zum 1. Jahrestag des Anschlags auf Synagoge in Halle

Blumen vor der Synagogue in Halle/Saale
Blumen vor der Synagogue in Halle/Saale   -   Copyright  Jens Meyer/AP
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Vor genau einem Jahr ereignete sich der rechtsextreme und antisemitische Anschlag in Halle, Sachsen-Anhalt. An diesem Freitag ist in der ostdeutschen Stadt der Toten und Verletzten gedacht worden.

Schon am Morgen hatte der Zentralrat der Juden und die Landtagspräsidentin von Sachsen-Anhalt, Gabriele Brakebusch, große Gedenkkränze am Tatort abgelegt. Auch am Döner-Imbiss unweit der Synagoge lagen frische Blumen.

Ein Zeichen der Solidarität setzte das Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen (Lamsa): Sie begannen eine Menschenkette mit Kreide zu malen. Diese soll später durch die gesamte Innenstadt der Saale-Stadt führen.

Vor einem Jahr hatte ein junger Deutscher versucht, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in die Synagoge einzudringen und die darin versammelten Gläubigen zu erschießen. Als ihm das misslang, erschoss er eine 40-jährige Passantin und griff dann den nahegelegenen Döner-Imbiss an, wo er einen 20-Jährigen tötete. Anderthalb Stunden später fasste ihn die Polizei.

Derzeit steht der 28-jährige geständige Täter vor dem Oberlandesgericht Sachsen-Anhalt.