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Perus Machu Picchu öffnet wieder: aber nur für einen einzigen Besucher

Jesse Katayama in Machu Picchu
Jesse Katayama in Machu Picchu   -   Copyright  jessekatayama
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Perus bekannteste Touristenattraktion, die Ruinen der Inka-Stadt "Machu Picchu" wurde nach monatelanger, Corona-bedingter Schließung wieder eröffnet, aber nur für einen einzigen Besucher. Der Glückspilz war Jesse Katayama, ein Japaner, der wegen der Pandemie in dem Land in Südamerika gestrandet ist.

"Die erste Person der Welt, die seit dem Lockdown nach Machu Picchu gekommen ist, bin iiiiiiiiiiiiich", postete Jesse auf seinem Instagram-Account und dazu Selfies an dem einsamen Ort.

"Es ist wirklich Wahnsinn, danke!", schrieb er zu einem Video, das er auf der Facebook-Seite der Tourismusbehörde von Cusco postete.

Katayama sprach umsäumt von majestätischen Berggipfeln, die einst ein Touristenmagnet waren und täglich Tausende anzogen. Seit März sind sie wegen des Coronavirus geschlossen. Und seit diesem Zeitpunkt sitzt der 26-jährige Boxlehrer in Peru fest. Das Ticket für den Besuch von Machu Picchu hatte er sich nur wenige Tagen vor der Ausrufung des Gesundheitsnotstandes gekauft.

Lokalen Medienberichten erklärte er, dass er nur drei Tage in der Region verbringen wollte. Doch dann seien wegen der Pandemie Flüge gestrichen - und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt worden - er saß monatelang in der Region Cusco fest.

Schließlich erreichte seine Notlage die örtliche Tourismusbehörde, die sich bereit erklärte, ihm eine Sondergenehmigung für den Besuch der Inkastadt zu erteilen und die Stätte nur für ihn wieder zu öffnen.

"Ich dachte, dass ich nicht dorthin kommen würde, aber Dank allen, die sich beim Bürgermeister und der Regierung eingesetzt haben, erhielt ich diese ganz besondere Gelegenheit", schrieb er auf Japanisch zu seinen Bericht auf Instagram.

Machu Picchu ist eine gut erhaltene Ruinenstadt der Inka, die vor der Eroberung Südamerikas durch die Spanier große Teil der Anden dominierte. Das Inkareich umfasste Peru, Teile Boliviens und Kolumbiens, Nordwest-Argentinien und Chile.

Die Ruinen der Inkasiedlung wurden 1911 von einer Expedition der Yale University unter der Leitung des US-Amerikaners Hiram Bingham wiederentdeckt. 1983 erklärte die UNESCO Machu Picchu zum Weltkulturerbe. Eigentlich war vorgesehen, die Touristenattraktion im Juli wieder für Besucher zu öffnen, doch das Datum wurde nun auf November verschoben.

Dann ist vorgesehen, dass lediglich 675 Touristen täglich auf den imposanten Berg kraxeln dürfen, das entspricht gerade mal 30 Prozent der Vor-Corona-Zeit. Zudem müssen Besucher Abstand halten.

Seit der Eröffnung für Touristen 1948 wurde die Inka-Stadt nur einmal geschlossen, für ganze zwei Monate. 2010 hatte eine Überschwemmung die Eisenbahnschienen zwischen Cusco und der Ortschaft Aguas Calientes am Fu´ß von Machu Picchu zerstört.