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Schlag gegen belarussische Opposition: Nexta im Visier

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Schlag gegen belarussische Opposition: Nexta im Visier
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Belarussische Behörden haben zwei Administratoren des beliebten Telegramm-Channels Nexta Live im Visier. Dieser berichtete ausführlich über die oppositionellen Proteste nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl.

Den beiden Mitarbeitern des Kanals, Stsyapan Putsila und Raman Pratasevich, wird vorgeworfen, das Land ins Chaos zu stürzen und für ein Klima des Hasses zu sorgen. Wo sich die beiden Männer derzeit aufhalten, ist unklar.

Die Untersuchungen wurden eingeleitet vor dem Hintergrund der anhaltenden Massenproteste gegen Präsident Alexander Lukaschenko. Die Opposition und westliche Mächte werfen ihm vor, die Wahl im August gefälscht zu haben.

Erst im vergangenen Monat wurde Nexta Live von einem belarussischen Gericht als extremistisch eingestuft. Die Verbreitung im Internet sollte stark eingeschränkt werden, der Channel hat fast zwei Millionen Follower.

Im Oktober erhielt einer der Administratoren gemeinsam mit der belarussischen Oppositionsbewegung vom Europäischen Parlament den Sacharow-Preis für Menschenrechte und Meinungsfreiheit.