Türkei will mit Truppen bei Friedenssicherung in Berg-Karabach dabei sein

Türkei will mit Truppen bei Friedenssicherung in Berg-Karabach dabei sein
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Von Andrey Poznyakov
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Für die Türkei ist es zwingend, Truppen in Karabach zu stationieren, um im Kaukasus und von Russland als Regionalmacht akzeptiert zu werden. Russland, das als Vermittler bereits erste Truppen an der Frontlinie hat, will kein türkisches Militär am Boden akzeptieren.

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Erste Einheiten des russischen Militärkontingents, das während der nächsten fünf Jahre für die Einhaltung des Waffenstillstands zwischen Armenien und Aserbaidschan sorgen soll, sind in Berg - Karabach eingetroffen.

Die Türkei hat Ansprüche angemeldet, wie Russland mit eigenen Truppen auf dem Boden dabei zu sein. Russland als Vermittler lehnt dies ab.

Das türkische Überwachungszentrum wird ausschließlich mit Drohnen und anderen technischen Mitteln im Fernmodus operieren. Dies wird es der Türkei ermöglichen, die Lage vor Ort in Karabach an den Frontlinien zu beobachten und festzustellen, ob eine Seite durch Kampfhandlungen die Waffenstillstandsbedingungen verletzen könnte.
Sergej Lawrow
Russischer Aussenminister

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliev hat den Konflikt durch massive militärische Unterstützung der Türkei - und durch fehlende russische Hilfe für seinen Verbündeten Armenien - gewinnen können. Ankara besteht auf dieser strategisch wichtigen Präsenz des türkischen Militärs im Kaukasus. Sie stärkt den türkischen Anspruch als Regionalmacht und würde der Türkei in dieser Region Augenhöhe mit Russland sichern.

Auch in Syrien stehen sich Russland und die Türkei gegenüber, die Türkei unterstützt die teils islamistischen Rebellen, von denen einige Tausendi in Berg-Karabach gekämpft haben und so entscheidend zum Sieg Aserbaidschans beigetragen haben sollen.

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