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Herz allein reicht nicht: Tierheime testen Eignung neuer Besitzer

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Von Euronews  mit AFP
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Katzen auf einem Tierrettungsflug in den USA (Oktober 2020)
Katzen auf einem Tierrettungsflug in den USA (Oktober 2020)   -   Copyright  AP Photo/Elaine Thompson)

Durch den Lockdown und die Kontaktbeschränkungen wuchs bei vielen Menschen die Sehnsucht nach einem vierbeinigen Mitbewohner. Zu Beginn der Pandemie kam es in vielen Ländern zu einem Run auf die Tierheime.

Die Liebe war allerdings nicht immer von Dauer. Bereits im Sommer gab es regelrechte Rückgabewellen. Deswegen schaut die französische Tierschutzgesellschaft SPA nun bei Adoptionen besonders genau hin und prüft die Eignung von Bewerbern mit einem spezifischen Fragebogen.

Die 77-jährige Rentnerin Jocelyne, die in der Nähe von Paris eine Katze adoptieren möchte, muss detaillierte Angaben über ihre Lebensumstände machen. Auch ihre zwei Nachbarinnen, die das Tier im Notfall versorgen könnten.

"Da mach ich mir keine Sorgen. Bei mir hat es keine Katze schlecht. Es wird genügend Futter und Streicheleinheiten geben."

Streicheleinheiten allein reichen nicht

Streicheleinheiten allein reichen nicht. Auch Verantwortungsbewusstsein muss sein. Darum geht es im Fragebogen, schon eine Art Eignungstest.

"Wir stellen simple Frage, die aber Sinn machen", erklärt die Leiterin des Tierheims Marie-Laure Caron mit einen Jack Russell Terrier im Arm. "Wohnen Sie in einem Haus oder in einer Wohnung, wie oft sind Sie abwesend, gibt es noch andere Tiere oder Kinder? Oder: Sind Sie sportlich? Mit dieser Art von Hund zum Beispiel werden wir Sie nicht gehen lassen, wenn Sie kein sportlicher Typ sein sollten."

Joceline hat sich sofort in eine scheue Katze namens Kiri verliebt, die sich jedoch nicht anfassen lassen will. Tierpflegerin Ninon schlägt ein anderes, zugänglicheres Tier namens Arielle vor, allerdings mit Verdauungsproblemen. Jocelyne geht diesmal ohne neue Katze nach Hause, will aber wiederkommen. Den Fragebogen hat sie ja schon ausgefüllt.

Der Verein bietet darüber hinaus eine Nachbetreuung der vermittelten Tiere an, einschließlich Workshops für Besitzer, die Probleme mit ihrem neuen Schützling haben.