Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Virus-Alarm im Pferdestall

Von su mit AP
euronews_icons_loading
EBU
EBU   -   Copyright  EBU
Schriftgrösse Aa Aa

In Spanien ist vor rund zwei Wochen eine neue Herpesvariante (EHV-1) bei Pferden ausgebrochen. Im Umfeld eines Turniers in Valencia sind laut Deutscher Reiterlicher Vereinigung FN mindestens fünf Pferde aus deutschen Ställen verendet, zwei in Deutschland.

Bei der Herpes-Variante befallen Viren das zentrale Nervensystem. Die Tiere haben zunächst nur leichtes Fieber, später können Lähmungen auftreten, der Gleichgewichtssinn kann beeinträchtigt werden. Ursache sind Einblutungen ins Rückenmark. Irgendwann können sich die Pferde nicht mehr selbstständig auf den Beinen halten und müssen mit Gurten aufgerichtet werden, damit man sie behandeln kann. Übersteht ein Pferd die Krankheit, die man mit Cortison zu bekämpfen versucht, bleiben oft Folgeschäden zurück. An Turniersport ist dann nicht mehr zu denken.

Für Menschen ist das sogenannte „Equide Herpesvirus“ nicht ansteckend.

Charo Torregrosa, Turnierleiterin der Veranstaltung in Valencia (CES Tour Valencia):

„Was ist passiert? Auslöser dieses Rhinopneumonitis-Ausbruchs muss ein Stamm sein, der mutiert ist. Wir haben Tierärzte, aus allen Ländern, deutsche, französische, spanische und englische und niemand versteht, was passiert ist. Es ist ein Stamm, der mutiert sein muss und die Krankheit kompliziert.“

An der Turnierserie in Valencia hatten mehr als 700 Tiere teilgenommen. Auch in Schweden wurden Pferde mit verdächtigen Symptomen beobachtet. Der Weltreiterverband (International Equestrian Federation (FEI) gab bekannt, dass Turniere in 10 europäischen Ländern bis zum 28. März ausfallen.

su mit AP