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Nach CDU-Wahldebakel: Susanne Eisenmann (56) will Politik aufgeben

Susanne Eisenmann - CDU, Kultusministerin in Baden-Württemberg
Susanne Eisenmann - CDU, Kultusministerin in Baden-Württemberg   -   Copyright  Sebastian Gollnow/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Nach dem historisch schlechten Wahlergebnis von 24,1 Prozent der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann angekündigt, dass sie sich aus der Politik zurückziehen will. Ihr Amt als Kultusministerin des Bundeslandes will die promovierte Germanistin bis zum Amtsantritt einer neuen Landesregierung weiterführen. Das sei auch wegen der Corona-Pandemie notwendig, erklärte ein Sprecher der Ministerin.

Am Wahlabend hatte die CDU-Spitzenkandidatin gesagt, sie übernehme die Verantwortung für die Niederlage ihrer Partei. Im Wahlkampf hatte sie ihren grünen Koalitionspartner teils scharf attackiert.

Susanne Eisenmann war auch in die Kritik geraten, weil sie als Kultusministerin - anders als die Grünen und Landeschef Winfried Kretschmann - vehement für die Öffnung der Kitas und Schulen eingetreten war.

Tatsächlich war das Wahlergebnis der Spitzen der Union so schlecht, dass Susanne Eisenmann und der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl es weder über ihre Direktmandate noch über die sogenannten Zweitmandate geschafft haben, in den Landtag in Stuttgart einzuziehen.

Der Schwiegersohn von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Thomas Strobl hofft offenbar auf ein Ministeramt in einer neuen grün-schwarzen Landesregierung und auf weniger Streit. Er sagte: "Die konfrontative Art und Weise der vergangenen Monate ist für die CDU nicht hilfreich gewesen."

Allerdings kann sich der grüne Wahlsieger Winfried Kretschmann aussuchen, ob er an der Spitze einer weiteren Koalition mit der CDU stehen oder eine neue Koalition mit SPD und FDP bilden möchte. Die Gespräche sollten an diesem Mittwoch aufgenommen werden.