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Nazi-Raubkunst: Frankreich gibt Klimt-Gemälde an Wiener Familie zurück

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Nazi-Raubkunst: Frankreich gibt Klimt-Gemälde an Wiener Familie zurück
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Frankreich will ein Gemälde von Gustav Klimt (1862-1918) an die Erben seiner früheren Besitzerin, der Wiener Jüdin Nora Stiasny, zurückgeben.

Das Bild "Rosiers sous les arbres" - Rosen unter Bäumen - wurde von den Nazis entwendet zwangsverkauft. Es sei die Ehre der Republik, dies zu tun, die Ehre Frankreichs, sagte die französische Kulturministerin Roselyne Bachelot.

Roselyne Bachelot: "Die Entscheidung, die wir getroffen haben, ist natürlich eine schwierige. Es bedeutet, ein Meisterwerk aus den nationalen Sammlungen zu entfernen. Es ist zudem das einzige Gemälde von Gustav Klimt, das Frankreich besitzt. Aber diese Entscheidung ist notwendig, unverzichtbar. 83 Jahre nach der Zwangsversteigerung dieses Gemäldes von Nora Stiasny ist dies die Vollendung eines Aktes der Gerechtigkeit."

Das Gemälde hing bisher im Museum d'Orsay in Paris. Eine Restitutionsforschung des Museums brachte ans Licht, dass das Gemälde im August 1938 aus Österreich gestohlen wurde.

Noch kann das Werk aber nicht an die Hinterbliebenen Stiasnys übergeben werden, da es Teil der staatlichen Sammlung ist, wie die Ministerin sagte. Ein Gesetzentwurf solle die Herausgabe aber bald ermöglichen. "Rosen unter Bäumen" entstand nach Angaben des Musée d’Orsay um 1905. Das Museum gelangte in den 1980er Jahren in den Besitz des Gemäldes.