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Ein Jahr Corona-Pandemie: Und das Virus wütet weiter in Europa

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Ein Jahr Corona-Pandemie: Und das Virus wütet weiter in Europa
Copyright  AP Photo/Luca Bruno
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Nach einer relativ ruhigen Phase ist die Situation in den Krankenhäusern in der norditalienischen Stadt Bergamo erneut zunehmend angespannt.

Auf auf der Intensivstation des Bolognini-Krankenhauses sind alle acht Betten mit schwer an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Kein Zweifel: Genau ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie in Italien rollt die dritte Welle über Europa hinweg.

Die epidemiologische Entwicklung sei höchst besorgniserregend, bestätigt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. "Wenn wir die Entwicklung der Varianten betrachten, hauptsächlich B117, stehen wir am Scheitelpunkt der dritten Welle, die sich in den Mitgliedsstaaten aufbaut. Und wir wissen, dass wir die Impfraten beschleunigen müssen."

Polen schließt erneut Hotels und Kinos

Während der Streit um die Impfstoffe, deren Herstellung, Lieferung und Sicherheit tobt, verhängen immer mehr EU-Staaten erneut Beschränkungen oder gar den landesweiten Lockdown. Dazu gehört Polen mit aktuell über 25.000 Neuinfektionen täglich.

"Wir haben entschieden, die bekannten Maßnahmen erneut zu ergreifen", so der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski. "Wir schränken die Aktivität von Einkaufszentren, Kinos, Theatern und Museen ein und schalten um auf Lernen und Arbeiten auf Distanz." Die verschärften Restriktionen sollen vorerst bis zum 9. April gelten.

Eingeschrränkte Reisefreiheit in Spanien

In Spanien haben die Behörden mit Blick auf die Osterfeiertage in mehreren Regionen Reisebeschränkungen an Wochenenden eingeführt. Der Schritt folgte auf die Warnung der Gesundheitsbehörden, dass die Infektionsrate nach einem siebenwöchigen Rückgang wieder ansteigt. Derweil dürfen deutsche Touristen wieder nach Mallorca. Binnen weniger Stunden, nachdem die Bundesregeirung die Reisewarnung aufgehoben hatte, waren alle verfügbaren Flugtickets verkauft.

Paris kurz vor Corona-Lockdown

In Frankreich ist vor allem die Situation im Großraum Paris, in der Region Hauts-de-France und im Süden besorgniserregend. Es droht eine ganztägige Ausgangssperre an Wochenenden, wie die bereits in anderen Krisenregionen, in Städten wie Nizza oder Dünkrichen verhängt wurde.

Möglich sei eine deutliche Verstärkung der bereits geltenden Test- und Warnpolitik für diese Departements bis hin zu zusätzlichen Maßnahmen wie dem Shutdown von Gebieten, in denen das Infektionsgeschehen besorgniserregend sei, warnt Regierungssprecher Gabriel Attal.

Gedenken an die Toten

In Großbritannien werden die Menschen gebeten, einen Baum in Erinnerung an verstorbene Angehörige zu pflanzen.

Zum Start des Projekts wurde ein Gedenkgarten eingerichtet mit gelben Bändern, auf denen die Namen der Covid-19-Opfer stehen.