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Covid-19 in Lateinamerika: "Bolsonaro-Mutante" und Infektion trotz Sputnik V

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Von Carmen Menéndez  & Euronews mit Efe, AFP, AP
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Präsident von Venezuela Nicolas Maduro
Präsident von Venezuela Nicolas Maduro   -   Copyright  Ariana Cubillos/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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In Lateinamerika verschärfen Venezuela, Kolumbien und Chile ihre Corona-Regeln wegen steigender Infektionszahlen. Mit fast 1.800 bestätigten Neuinfektionen und 15 Toten an einem Tag verzeichnete Venezuela am Ostersonntag einen neuen Negativrekord. Schon seit Anfang März gibt es deutlich mehr Fälle und mehr Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern des Landes als während der ersten Welle im vergangenen Jahr.

Man sollte die brasilianische Mutante Bolsonaro-Variante nennen oder Bolsonaro-Mutante, denn er ist schuld daran.
Nicolas Maduro
Präsident von Venezuela

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro wetterte gegen seinen Amtskollegen in Brasilien:

"Man sollte die brasilianische Mutante Bolsonaro-Variante nennen oder Bolsonaro-Mutante, denn er ist schuld daran. Er hat die Menschen in seinem Land allein gelassen, und er ist verrückt. Brasilien ist das Epizentrum der gefährlichsten Varianten und verantwotlich für die Verbreitung des Virus."

Vor allem wegen der überlasteten Krankenhäuser gilt in Venezuela auch in der Osterzeit ein strenger Lockdown. Die katholische Kirche des Landes sprach sich für die EInhaltung aller Corona-Regeln aus, dennoch haben hunderte Gläubige - ohne Abstandhanlten - in Caracas an Osterprozessionen teilgenommen.

Chile schließt wieder die Grenzen

Am Flughafen der chilenischen Hauptstadt war viel los - vor diesem Ostermontag, an dem die Grenzen für mindestens einen Monat geschlossen wurden. Für 80 Prozent der Chileninnen und Chilenen gilt ein strenger Lockdown. Zudem gibt es nächtliche Ausgangssperren.

Ein junger Mann in Santiiago de Chile meint: "Das hätte schon früher verschärft werden sollen."

Eine Frau, die gerade aus den USA heimgekommen war, ist verunsichert. "Mir macht das alles ein bisschen Angst. Wir sind aus den USA zurückgekommen, aber jetzt werden die Grenzen wieder geschlossen."

Argentiniens Präsident mit Sputnik V geimpft, aber positiv getestet

In Argentinien sind unterdessen eine halbe Million Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V eingetroffen.

Auf Twitter antwortet Präsident Alberto Fernandez auf Genesungswünsche aus aller Welt.

Präsident Alberto Fernandez war schon im Februar und im März mit Sputnik V geimpft worden. Jetzt wurde der 62-Jährige positiv getestet. Sein Zustand wurde als "stabil und quasi ohne Symptome" beschrieben.