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63 Millionen zur Grenzsicherung: London will Paris helfen

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Von euronews
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63 Millionen zur Grenzsicherung: London will Paris helfen
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Großbritannien hat Frankreich die baldige Auszahlung von fast 63 Millionen Euro zur besseren Grenzsicherung versprochen. Das Geld, das Frankreich dabei helfen soll, Flüchtlinge am Überqueren des Ärmelkanals zu hindern, solle in den kommenden Wochen fließen, so der britische Sicherheitsminister Damian Hinds in einem Interview.

Der französische Innenminister Gerald Darmanin hatte Großbritannien am Samstag bei einem Besuch an einem der Strände, von denen aus MigrantInnen die Überfahrt versuchen, dazu aufgerufen, sich an sein Versprechen zu halten. Großbritannien hatte die Hilfe im Juli zugesagt.

Zahl der Überfahrten stark gestiegen

Den französischen Behörden zufolge ist die Zahl der Überfahrten in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Erst am Wochenende wurden von französischer Seite mindestens 340 Menschen aus Seenot gerettet, auf britischer Seite über 1100. Seit Anfang des Jahres kamen laut britischen Angaben über 17.000 MigrantInnen über den Kanal, im vergangenen Jahr waren es rund 8400.

"Die Frage ist, wie wir diese Überfahrten stoppen", so Pierre-Henri Dumont, konservativer Abgeordneter aus Marck an der französischen Küste. "Dazu braucht es mehr Kontrollen, was am Hafen und am Euro-Tunnel bereits umgesetzt wird. Es braucht mehr Personal und Ausrüstung an den Stränden. Großbritannien muss das Geld unbedingt bereitstellen, um die technische Ausstattung zu finanzieren: Wärme-Kameras, Wärme-Drohnen, motorisierte Fahrzeuge zur schnellen Fortbewegung in den Dünen, damit die Überfahrten verhindert werden können."

UN: Geplante britische Asylreform ist illegal

In der Region an der nordfranzösischen Küste gibt es seit Jahrzehnten illegale Flüchtlingslager, weil Großbritannien für viele MigrantInnen das Endziel ist.

Die britische Regierung will nach dem Brext die Asylbestimmungen verschärfen, in der Hoffnung Flüchtlinge abzuhalten. Illegal Einreisende könnten damit bis zu vier Jahre Gefängnisstrafe erwarten. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge verstößt die geplante Regelung gegen internationales Recht.