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Mode, Macht und Mord mit Lady Gaga in "House of Gucci"

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Von Euronews  mit AP / DPA
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Lady Gaga auf dem roten Teppich in London
Lady Gaga auf dem roten Teppich in London   -   Copyright  Joel C Ryan/Invision/AP

"House of Gucci" von Regielegende Ridley Scott hat so einige Trümpfe zu bieten. Einer der wichtigsten sind die Darsteller: unter anderem Adam Driver, Jared Leto , Al Pacino und Lady Gaga.

Sie schlüpft mit Haut und Haar in die Rolle der Patrizia Reggiani, die Mitte der 90er-Jahre ihren Ex-Mann, den Modeerben Maurizio Gucci erschießen lässt. Ein höchst dramatischer Fall, der Klatschpresse erschütterte und um die Welt ging.

Nun kommt er auf die Leinwände, Bei der Premiere in London war Lady Gaga eindeutig der Star. Wie kam sie mit der ambivalente Rolle der Patrizia Reggiani zurecht?

"Soweit ich weiß, hat Patricia immer gesagt, dass sie nicht ganz unschuldig und nicht ganz schuldig sei. Was empfinde ich für sie? Enormes Mitgefühl und Liebe , aber auch Trauer über das, was sie getan hat. Und tiefes Bedauern für sie als jemand, der in ihre Haut geschlüpft ist."

"Ich weiß nicht, ob sie mich jemals ganz verlassen wird"

Gaga, die selbst italienische Wurzeln hat, vertiefte sich monatelang in die Rolle, um möglichst authentisch zu wirken.

"Also es war nicht so lange, wie behauptet wird, wenn ja, würde das bedeuten, dass ich immer noch in ihr stecke, was vielleicht nicht unwahr ist! 

Ich weiß nicht, ob sie mich jemals ganz verlassen wird, aber ich kenne Teile von ihr, die ich unbedingt zurücklassen möchte, und Teile, die kraftvoll und schön waren. Sie war eine starke Frau, und sie glaubte, dass sie es schaffen würde, ein italienisches patriarchalisches System zu unterwandern."

Tatsächliche verlangte die Rolle dem Popstar Einiges ab. Sie habe sich so hineingesteigert, dass sie den Bezug zur Realität verloren habe, sagte sie der britischen "Vogue". "Ich hatte irgendwann gegen Ende der Dreharbeiten psychische Schwierigkeiten."

1997 wurde Patrizia Reggiani in einem Aufsehen erregenden Prozess verurteilt und trat eine lange Haftstrafe an.

Anfang Dezember kommt "House of Gucci" auf die deutschsprachigen Leinwände.