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Entführung erfunden: Was droht Lisa (17), die Angriff inszeniert hat?

Suche nach der verschwundenen Joggerin
Suche nach der verschwundenen Joggerin Copyright JEAN-FRANCOIS MONIER/AFP
Copyright JEAN-FRANCOIS MONIER/AFP
Von Euronews mit AFP
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Das Schicksal der Joggerin, die tagelang gesucht wurde, hatte viele in Frankreich in Atem gehalten. Doch das Ermittlerteam hatte Zweifel an der Geschichte, die die junge Frau erzählte.

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Am 8. November war die 17 Jahre alte Lisa P. nicht vom Jogging im Département Mayenne nach Hause zurückgekehrt. 

Etwa 200 Einsatzkräfte suchten zwischen den westfranzösischen Orten Saint-Brice und Sablé-sur-Sarthe - in der Nähe von Nantes - nach der jungen Frau. 24 Stunden nach ihrem Verschwinden tauchte die Schülerin wieder auf - im blutigen T-Shirt in einem Kebab.

Lisa P. erklärte, zwei Männer hätten sie geschlagen, in einen grünen Lieferwagen gezerrt und entführt. Sie hätte sich dann aus dem Haus, in dem sie gefangen gehalten worden sei, befreien können.

Bei einer Befragung an diesem Freitag gab Lisa P. aber zu: sie hatte die Geschichte der Entführung nur erfunden. Wie die Staatsanwaltschaft von Laval mitteilte, gestand die Jugendliche, dass sie einen Unfall hatte und dann zu Fuß zurückgelaufen sei. Sie habe sich selbst das T-Shirt zerrrissen.

Eigentlich joggte das Mädchen eine Strecke von 5 km in 25 Minuten, aber als sie am Abend nicht nach Hause zurückgekommen waren, hatte der Vater ihr Verschwinden angezeigt.

Die 17-Jährige ist inzwischen wieder zurück bei ihren Eltern in Saint-Brice, doch wegen der erfundenen Entführung droht ihr Ärger mit der französischen Justiz.

Ihr drohen 6 Monate Haft und 7.500 Euro Geldstrafe

Gegen sie wird ein Disziplinarverfahren wegen Angaben zu einer imaginären Straftat eingeleitet. Nach dem Strafgesetzbuch wird "die falsche Anzeige von Tatsachen, die ein Verbrechen oder eine Straftat darstellen und die Justizbehörden zu nutzlosen Ermittlungen veranlasst haben, mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten und einer Geldstrafe von 7.500 Euro geahndet".

Die Justizbehörden hatten zwar versucht, Zeugen für das von der Jugendlichen geschilderte Geschehen zu finden, aber recht bald an ihrem Bericht gezweifelt.

Der Bürgermeister von Sable-sur-Sarthe erklärte am Freitag, er denke an alle, die während der Suche schreckliche Stunden der Angst durchlebt haben. Und Nicolas Leudière dankte den Helferinnen und Helfern, die sich an dem Einsatz beteiligt hatten.

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