Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Verkaufsschlager Cannabis-Pizza

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit AP
euronews_icons_loading
Cannabis-Pizza im Restaurant "Pizza Company" in Bangkok.
Cannabis-Pizza im Restaurant "Pizza Company" in Bangkok.   -   Copyright  Sakchai Lalit/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Es ist Mittagszeit in Bangkok. In der Filiale einer thailändischen Restaurantkette wird die neueste Spezialität auf der Speisekarte zubereitet. Nicht aber Tomaten, Käse oder Oliven sind die wichtigste Zutat auf dieser Pizza, sondern Cannabis. Das Fast-Food-Gericht ist gerade der großte Hit in Bangkok.

Aber Achtung an alle Kiffer: Die Pizza hat keine berauschende Wirkung, erklärt Restaurantmanager Panusak Suesatboon: "Natürlich können sie nicht high werden. Es ist nur eine Marketingkampagne. Aber man kann den Cannabisgeschmack schmecken. Und wenn man genug davon bekommt, wird man vielleicht ein bisschen müde."

Cannabis steckt in der Käsekruste, ein Blatt ist im Belag verarbeitet und auch in der Soße ist gehacktes Cannabis. Zum Schluss wird Pizza mit dem unverwechselbaren Blatt garniert.

Für 499 Baht, das sind umgerechnet rund 13 Euro, kann man die "Crazy Happy Pizza" in den 400 Filialen der Restaurantkette kosten.

Thailand hat vor kurzem sein strenges Betäubungsmittelgesetz gelockert. Seitdem ist die kontrollierte Verwendung der Pflanze in Lebensmitteln und Getränken erlaubt.

Findige Geschäftleute wie der Restaurantmanger machen sich das zunutze. "Wir wollen für innovative Lebensmittel bekannt sein, wir wollen, dass die Leute darüber sprechen."

Wilert Puriwat, Professor an der Chulalongkorn Business School in Bangkok hält die derzeitige Nachfrage nach der Cannabis-Pizza für ein zeitlich begrenztes Phänomen: "Die Leute sind aufgeregt, weil es neu ist. Sie haben so etwas noch nie gesehen. Aber in den nächsten Jahren? Ich würde eher sagen, dass der Konsum von Cannabis ein Trend ist, aber niemand weiß, wie lange er anhält."