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Macron und Orbán - (politische) Gegner und (europäische) Partner

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Von Ádám Magyar, su  mit dpa
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Macron und Orbán - (politische) Gegner und (europäische) Partner
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Geht das ? Politische Gegner sein und europäische Partner ? Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Ungarns Regierungschef Viktor Orbán behaupten: Ja. Pressekonferenz in Budapest.

Viktor Orbán, Ungarns Ministerpräsident:

"Ich möchte klarstellen, dass Ungarns Verhältnis zu Präsident Macron von Respekt geprägt ist. Und da Frankreich die Heimat der Enzyklopädisten ist und ihre Definitionen die besten sind, neigen wir dazu, ihre Definitionen zu akzeptieren. Wir akzeptieren auch, was der Präsident in letzter Zeit gesagt hat: "Wir sind politische Gegner und europäische Partner."

Die Politiker betonten, dass sie zur Kernenergie oder zur gemeinsamen Verteidigungs- und Agrarpolitik ähnliche Positionen teilen. Macron sagte auch, sie sollten eine Einigung beim Thema Migration anstreben:

Emmanuel Macron, Frankreichs Präsident:

„Es gab in der Vergangenheit Spannungen zwischen uns, aber was Europa in den letzten Wochen erlebt hat – und darüber tausche ich mich auch mit meinem polnischen Amtskollegen aus – sollte uns dazu bringen, unsere gemeinsame Organisation zu überdenken, unsere Außengrenzen besser zu schützen und Wege finden, um in Europa effektiv zusammenzuarbeiten."

Unter Orban weigert sich Ungarn seit der Flüchtlingskrise von 2015 strikt, Flüchtende aufzunehmen, und liegt dabei mit der EU über Kreuz.

Ádám Magyar, Euronews:

"Es ist ungefähr 15 Jahre her, dass ein französisches Staatsoberhaupt Ungarn besucht hat, aber der Zeitpunkt jetzt ist perfekt. Viktor Orbán kann der Opposition und seinem Lager zeigen, dass er entgegen den Behauptungen der Opposition auf der europäischen Bühne nicht isoliert ist, und Emmanuel Macron kann vor Beginn der französischen EU-Ratspräsidentschaft nicht nur mit dem ungarischen Ministerpräsidenten, sondern auch mit den führenden Personen der Visegrád-Gruppe Gespräche führen. Und beide Politiker stehen vor Wahlen im nächsten Jahr.

Ádám Magyar, su mit dpa