Italien weitet Corona-Impfpflicht aus

Rote-Kreuz-Impfzentrum in Rom, Italien
Rote-Kreuz-Impfzentrum in Rom, Italien Copyright Gregorio Borgia/AP
Von Julika Herzog mit dpa
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Italien hat eine erweiterte Corona-Impfflicht eingeführt. Auch Schulpersonal muss sich nun gegen Covid-19 immunisieren, um arbeiten zu dürfen.

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Italien hat eine erweiterte Corona-Impfflicht eingeführt. Auch Schulpersonal muss sich nun gegen Covid-19 immunisieren, um arbeiten zu dürfen. Bislang galt die Impfpflicht lediglich beim Gesundheitspersonal.

Impfpflicht in Italien- jetzt auch für Schulpersonal, Militär, Polizei, Rettungskräfte

Doch angesichts der rasanten Verbeitung der Omikron-Variante hat sich die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi auf die Erweiterung geeinigt. Und auch in anderen Bereichen gilt nun die Impfpflicht: bei Polizei, Militär und Rettungskräften. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Suspendierung, Lohnverzicht und Geldstrafen rechnen.

Wer ungeimpft arbeitet, dem droht außerdem eine Geldstrafe zwischen 600 und 1500 Euro. Die Belegschaft in den Krankenhäusern braucht mit der Ausweitung nun die Booster-Impfung. Mit dem Ablauf der Corona-Impfzertifikate nach neun Monaten ist auch für die übrigen zur Impfung verpflichteten Arbeitnehmer eine Auffrischung notwendig.

Omikron bald dominierende Corona-Variante

Bisher scheinen bei Omikron wohl vor allem mildere Verläufe aufzutreten. Auch wenn der Schutz vor Ansteckung nach nur zwei Dosen merklich sinkt, scheint die Impfung weiter vor schweren Verläufen zu schützen.

Doch WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt vor der rasanten Verbreitung: "Wir haben inzwischen gelernt, dass wir dieses Virus unterschätzen. Selbst wenn Omikron weniger schwere Erkrankungen verursacht, könnte die Vielzahl der Fälle erneut unvorbereitete Gesundheitssysteme überfordern."

Forscherinnen und Forscher gehen davon aus, dass Omikron innerhalb von wenigen Wochen die dominierende Corona-Variante sein wird.

Niederlande verlängert Abendlockdown und Weihnachtsferien

In den Niederlanden verschärft die neu gebildete Regierung deswegen die Maßnahmen, wie der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte ankündigte. 

"Diese Ausweitung der Maßnahmen bedeutet auch, dass an Weihnachten und in den Ferien maximal vier Gäste erlaubt sind. Die Regel ist es, nicht mehr als vier Personen über 13 Jahren zu empfangen. Es wird keine Ausnahme für Weihnachten und Silvester geben", so Rutte.

Der Abendlockdown wird um weitere vier Wochen verlängert. Gaststätten, Kultur, Sport und Geschäfte - mit Ausnahme von Supermärkten - müssen bis zum 14. Januar weiter täglich um 17 Uhr schließen. Außerdem werden die Weihnachtsferien der Grundschüler um eine Woche vorgezogen.

Die Sorge vor Omikron ist in ganz Europa zu spüren. Die Hoffnungen auf ein normales Weihnachtsfest 2021 schwinden.

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