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2021: ein Jahr mit Höhen und Tiefen im Kampf gegen COVID-19

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Von Lena Roche
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2021: ein Jahr mit Höhen und Tiefen im Kampf gegen COVID-19
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Im Januar 2021, ein Jahr nach dem ersten Todesfall durch COVID-19, ist der größte Teil Europas im Lockdown und die Restriktionen werden verschärft.

Eine hoffnungsvolle Nachricht ist die Zulassung der Impfstoffe von Biontech/ Pfizer, Moderna und AstraZeneca durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA).

Geimpft werden sollen in erster Linie Mitarbeiter des Gesundheitswesens und ältere Menschen, doch die Impfkampagne in der EU läuft nur schleppend an und wird durch Lieferunterbrechungen verzögert.

Delta-Variante: Zerstörte Hoffnungen

Tatsächlich ist die Pandemie noch lange nicht ausgestanden, sondern hat gerade erst begonnen.

Im April überrollt die Delta-Variante, die in Indien erstmals Ende 2020 entdeckt wurde, das Land mit einer zweiten Welle. Die Krankenhäuser sind überfüllt und es gibt nicht genügend Sauerstoffflaschen. Die Delta-Variante ist leichter übertragbar als der ursprüngliche Covid-19-Stamm und breitet sich rasch weltweit aus.

Leben mit dem Coronavirus

Im Juni gibt das Europäische Parlament grünes Licht für das digitale EU-Covid-Zertifikat.

Es weist nach, dass der Inhaber geimpft ist, sich von einer COVID-Infektion erholt, oder ein negatives Testergebnis erhalten hat.

Ziel ist es, die Freizügigkeit zu erleichtern. Im Laufe der Zeit führen die meisten europäischen Länder einen Gesundheitspass ein. Er wird in der Folge obligatorisch für den Zugang zu den meisten Freizeiteinrichtungen.

Freiheit versus Sicherheit

Aus Protest gehen Zehntausende Menschen in europäischen Großstädten auf die Straße.

Sie demonstrieren gegen den Gesundheitspass und die Impfpflicht.

Die Anti-Vax-Bewegung basiert auf einem allgemeinen Misstrauen gegenüber Regierungen und auf Verschwörungstheorien, die im Internet verbreitet werden, meist von rechtsextremen Organisationen.

Der Weg zur Freiheit

In ganz Europa werden die Beschränkungen allmählich aufgehoben, Großbritannien feiert im Juli den so genannten "Freedom Day".

Die Stimmung hebt sich, und Ende August erreicht die EU einen Meilenstein: 70 Prozent der Erwachsenen sind vollständig geimpft.

Dennoch wird davor gewarnt, sich zu früh zu freuen.

"Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und wir müssen wachsam bleiben", warnt Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission. "Vor allem müssen sich viel mehr Europäer schnell impfen lassen, um eine neue Infektionswelle zu vermeiden und das Auftreten neuer Varianten zu verhindern."

Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück. Im Herbst wird Europa wieder einmal zum Epizentrum der Pandemie.

Die Zahl der Covid-19-Fälle steigt in den osteuropäischen Ländern, in denen die Impfraten niedrig sind, dramatisch an, aber auch Deutschland und Österreich haben mit dem Virus zu kämpfen.

Die große Mehrheit der Patienten auf der Intensivstation ist nicht geimpft.

Das sich ständig verändernde Virus

Im November wird in Südafrika die Omicron-Variante, eine neue, hochansteckende Mutation von Covid-19, entdeckt.

Präsident Cyril Ramaphosa zufolge ein Weckruf, dass die Ungleichheit bei den Impfstoffen nicht fortgesetzt werden dürfe.

Die bestehenden Impfstoffe bieten einen gewissen Schutz gegen Omicron, aber die neue Variante verbreitet sich noch leichter als Delta.

Bis Ende 2021 werden sich die Länder erneut einen Wettlauf um Auffrischungsimpfungen liefern, und die Wissenschaftler sind auf der Suche nach wirksameren Impfstoffen.

Es scheint, dass der Kampf gegen die Pandemie noch lange nicht vorbei ist.