Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Offiziell 164 Tote in Kasachstan - Menschenschlange vor Leichenschauhaus

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit AP; AFP; dpa
euronews_icons_loading
Zeugnisse der Unruhen in Kasachstan
Zeugnisse der Unruhen in Kasachstan   -   Copyright  AP Photo

Die Lage in Kasachstan, das seit dem 2. Januar von schweren Unruhen erschüttert wird, bleibt auch nach der Intervention ausländischer Truppen unübersichtlich.

Nach Angaben des kasachischen Präsidialbüros sind fast 6.000 Menschen festgenommen worden. Laut des Staatsfernsehens kamen 164 Menschen ums Leben, 103 von ihnen in der Metropole Almaty.

In der Stadt Schangaösen auf der südwestlichen Halbinsel Mangischlak am Kaspischen Meer versammelten sich muslimische Demonstrierende unter Mißachtung des Schießbefehls, den Präsident Kassym-Schomart Tokajew am Freitag gegen Protestler erlassen hatte.

Almaty: Menschenschlange vor Leichenschauhaus

In Almaty standen zahlreiche Menschen Schlange vor einem Leichenschauhaus. Sie sind auf der Suche nach ihnen nahestehenden Personen, die seit dem Ausbruch der Unruhen vermisst werden. Unklar ist, wieviele Zivilisten unter den Getöteten sind.

Im Anschluss an ein Krisentreffen der Regierung erklärte Tokajew, die Lage sei in allen Landesteilen unter Kontrolle. Einsätze gegen Demonstrierende dauerten aber an. Diese werden von Tokajew generell als "Terroristen" oder "Banditen" eingestuft.

Nach dem Eingreifen der von Russland geführten Militärallianz der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit wollen deren Mitgliedsländer am Montag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen beraten. Entzündet hatten sich die Unruhen an einer neuerlichen Erhöhung der Flüssiggaspreise.

.