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In den Kofferraum gesperrt: Lehrerin isoliert Corona-positiven Sohn (13)

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Von Euronews  mit AP, ABC News, KPRC
Drive-Thru-Testzentrum in Texas - Symbolbild
Drive-Thru-Testzentrum in Texas - Symbolbild   -   Copyright  Miguel Roberts/Copyright-2021

Die Geschichte der Lehrerin aus Texas, die ihren Sohn auf der Fahrt ins Test-Zentrum in den Kofferraum gesperrt hat, macht inzwischen international Schlagzeilen.

Zuerst hatte der Lokalsender KPRC über den Vorfall in der Nähe von Houston berichtet. Die Beschäftigte eines Drive-Thru-Testzentrums im Nordwesten von Harris County hatte sich geweigert, die Mutter und den Sohn zu testen, solange sich der 13-Jährige im Kofferraum und nicht auf dem Rücksitz des Wagens befand.

Laut Medienberichten hatte die High-School-Lehrerin Sarah Beam Angst, sich während der Autofahrt bei ihrem bereits zuvor positiv auf das Coronavirus getesteten Sohn anzustecken. Deshalb sperrte sie den Jungen in den Kofferraum.

Offenbar ist auf Videos der Überwachungskameras zu sehen, wie der Jugendliche aus dem Kofferraum in das Auto steigt.

Nach der Anzeige durch das Testzentrum wurde die Lehrerin wegen Gefährdung des Kindeswohls in Gewahrsam genommen, aber gegen die Zahlung einer Kaution von 1.500 Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Schule in Cypress Falls, an der Sarah Beam angestellt war, suspendierte sie vom Dienst.

Dabei war die 41-Jährige sogar in einem Werbevideo der Schule zu sehen gewesen.

Vor dem Haus der Lehrerin gab es danach eine Solidaritätsdemonstration vor allem von ehemaligen Schülerinnen und Schülern von Sarah Beam.

Im Internet machen einige Kritiker der Corona-Regeln in den USA, die Regierung und die Medien für das Verhalten der Lehrerin verantwortlich. Andere Twitter-User:innen haben offenbar herausgefunden, dass der Vater von Sarah Beam ein vom FBI wegen Rassismus gesuchter sogenannter "white supremacist" in Texas war.