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Ukraine-Konflikt: Das Säbelrasseln geht weiter

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Von Euronews  mit dpa, AP
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Ukraine-Konflikt: Das Säbelrasseln geht weiter
Copyright  Alexei Nikolsky/Sputnik

Russland hat ein angekündigtes Marinemanöver vor der Südwestküste Irlands außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes verlegt.

Der Verzicht auf die Militärübung sei ein "Zeichen des guten Willens" gegenüber Dublin und irischen Fischerei-Gruppen, hieß in einer Erklärung aus der russischen Botschaft auf der Insel. Die Fischer hatten zuvor gegen die angekündigte Übung protestiert. Die Entscheidung wurde auf der Insel begrüßt.

"Natürlich gibt es im Kontext von Russland und der Ukraine derzeit große Spannungen in Europa und ich hatte den Eindruck, dass eine positive Antwort auf meine Anfrage willkommen wäre, und genau das ist passiert", erklärte der irische Außenminister Simon Coveney.

Russland: Neue Kampfjet-Parade an der Ostsee

Unterdessen geht das Säbelrasseln um die Ukraine weiter. Im russischen Staatsfernsehen wurden jüngst die neuen Kampfjets gezeigt, die im Oblast Kaliningrad, das zwischen Litauen und Polen an der Ostsee liegt, stationiert wurden. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums verfügen die neuen Mehrzweckkampfflugzeuge über modernere Triebwerke und Radarsysteme als die bisherigen SU-30-Modelle. Die Jets könnten auch ein erweitertes Arsenal an Luft- und Boden-Luft-Waffen tragen.

Die Vorbereitungen auf einen möglichen militärischen Konflikt gehen unterdessen auch in Europa weiter. So rüsten die USA und die NATO-Verbündeten die Ukraine weiter auf.

USA wollen Truppen nach Osteuropa schicken

US-Präsident Joe Biden hat angesichts der Befürchtungen, Moskau könnte in die Ukraine einmarschieren, eine kleine Truppenentsendung nach Osteuropa angekündigt. Wie viele Soldaten entsandt werden und wohin, ließ er zunächst offen.

Moskau hat wiederholt betont, dass es seine Interessen dadurch bedroht sieht. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte: "Die Grenze, die die NATO verteidigen soll, verschiebt sich nach rechts, weiter gen Osten. Sie hat sich bereits der Ukraine genähert. Sie wollen auch dieses Land in die NATO holen, obwohl jeder versteht, dass die Ukraine nicht bereit ist und keinen Beitrag zur Stärkung der Sicherheit der NATO leisten könnte. Tatsächlich würde es die Beziehungen zur Russischen Föderation untergraben."

Großbritannien kündigt verschärfte Sanktionen an

Auch Großbritannien mischt sich nun verstärkt in den Konflikt ein. Neben Waffenlieferungen an die Ukraine erwägt es eine Verdopplung seiner Truppen im Baltikum. Premierminister Boris Johnson hat zudem ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigt.

Die britische Außenministerin Liz Truss erklärte, dass man Sanktionen verschärfen wolle, die Russlands "strategische und finanzielle Interessen" empfindlich treffen würden:

"Ich werde im Laufe dieser Woche eine verbesserte Regelung für Sanktionen ankündigen, die direkt auf russische Interessen abzielen, direkt auf die Interessen des Kremls, denn wir müssen dies unbedingt verhindern. Das ist unsere oberste Priorität."

Ukraine dankbar für westliche Unterstützung

In der Ukraine nimmt man die Unterstützung des Westens gern an. Auf einer Kundgebung in Kiew bedankten sich die Teilnehmer:innen für die vom Westen mobilisierten zusätzlichen Ressourcen und die militärische Unterstützung für ihr Land.

Russlands Stationierung von schätzungsweise 100.000 Soldaten in der Nähe der Grenze zur Ukraine hat im Westen zu der Befürchtung geführt, dass Moskau eine Invasion beabsichtige. Russland verlangt von der NATO die Zusage, der Ukraine niemals den Beitritt zum Bündnis zu gestatten, die Stationierung von NATO-Waffen in der Nähe der russischen Grenzen zu unterlassen und seine Streitkräfte aus Osteuropa zurückzuziehen.