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Ottawa: 70 Festnahmen bei Räumung der Trucker-Blockade

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Von Euronews mit AP, dpa
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Ottawa: 70 Festnahmen bei Räumung der Trucker-Blockade
Copyright  Cole Burston/AP

Nach wochenlangen Protesten und massiven Blockaden von Lastwagenfahrern in Ottawa hat die kanadische Polizei durchgegriffen. Im Anschluss an Aufforderungen zum Verlassen des Stadtzentrums verdrängte ein Großaufgebot an Sicherheitskräften die verbliebenen Demonstrierenden. Dutzende Menschen kamen in Polizeigewahrsam. Ein Beamter wurde leicht verletzt.

Zuvor hatte die Stadtverwaltung einen abgeschirmten Sicherheitsbereich mit rund hundert Kontrollpunkten einrichten lassen.

Der Übergangschef der Polizei Ottawa, Steve Bell, berichtete auf einer Pressekonferenz über den Einsatz. Die Lage sei unter Kontrolle, sagte er bei einer Zwischenbilanz: "Auch heute Morgen wurden allen unrechtmäßigen und rechtmäßigen Demonstranten viele, viele Gelegenheiten gegeben, den Ort zu verlassen. Die Beamten fokussierten sich dann auf die Kreuzung von Rideau und Sussex, nahmen weitere Personen fest und räumten diesen Ort. Bis heute um 15.00 Uhr haben wir 70 Personen festgenommen. Ihnen werden mehrere Straftaten vorgeworfen, darunter auch Unruhestiftung."

Bell sagte auch, die Verhängung des Ausnahmezustandes sei hilfreich für den stadtübergreifenden Einsatz gewesen. Ihn hatte die Regierung veranlasst, um die "illegalen Blockaden, Besetzungen und Gefährdungen von Arbeitsplätzen" zu beenden, wie Regierungchef Justin Trudeau twitterte.

Ottawa: Stillstand im Zentrum

Die Proteste hatten sich vor drei Wochen entzündet. Zunächst demonstrierten Truckerinnen und Trucker im Zentrum der Hauptstadt gegen Impfvorschriften. Mehr und mehr Sympathisantinnen und Sympathisanten schlossen sich den Protesten an. In der Folge kam das Alltagsleben im Zentrum von Ottawa praktisch zum Erliegen. Auch der Grenzverkehr aus und zu den nahen USA wurde beeinträchtigt. Bereits am Donnerstag waren zwei Führungspersonen der Bewegung festgenommen worden. Ihnen werden Sachbeschädigung und Behinderung der Justiz vorgeworfen.