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Fährmann, hol über! Mit Sack und Pack über die Donau ins rumänische Exil

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Von euronews
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Ein­schif­fung zur Überfahrt nach Rumänien
Ein­schif­fung zur Überfahrt nach Rumänien   -   Copyright  euronews / Diana Sobaru (Videostandbild)

Der Weg aus den Kriegswirren in ihrer Heimat Ukraine in das sichere Rumänien führt über die Donau.

„Wie lange arbeiten Sie schon in diesem Tempo?“, will euronews-Reporterin Diana Sobaru wissen. „Wir arbeiten ständig. Wir bringen die Leute an Bord, fahren nach Rumänien, lassen sie an Land, dann fahren wir zurück“, so der Fährmann. Wie viele Leute es bisher gewesen seien? „Wohl so tausend", sagt er.

Und der Kapitän meint: „Es ist schwierig, wir dürfen keine Zeit verlieren. Wir müssen das tun und den Menschen aus unserem Nachbarland helfen."

Sie wissen, dass sie leben: Hunderte Flüchtlinge erreichen Rumänien

Reise ins Unbekannte

Der Hafenmeister von Orlivka auf ukrainischer Seite ist im Dauereinsatz. Seit Tagen ist er im Dauereinsatz. „Ich gehöre zu den Männern, die nicht das Recht haben, die Ukraine zu verlassen, aber ich will auch nicht weg. Das hier ist mein Land, ich will nicht weg", sagt er. Ob er bereit sei zu kämpfen, fragt die euronews-Reporterin. „Wenn das nötig ist, ja. Bisher kämpfen wir hier, um den Menschen zu helfen, die das Land verlassen müssen“, so der Hafenmeister.

Die Fährbesatzung ist übermüdet, die viele Arbeit lässt den Männern gar nicht erst die Gelegenheit, über das nachzudenken, was in ihrem Land geschieht. Viele der Flüchtlinge reisen ins Unbekannte.

„Wir wissen nicht genau, wo wir hingehen. Das müssen wir noch entscheiden. Wir werden abgeholt und erst mal nach Braila gebracht, glaube ich“, sagt ein Mann.

„Mir geht's gut“, so ein Frau. „Ich bin im achten Monat schwanger. Meine Eltern wollten, dass ich nach Rumänien gehe, damit ich in Sicherheit bin, wenn ich das Kind bekomme."

„Die Besatzung der Fähre hat seit Tagen nicht geschlafen"

euronews-Reporterin Diana Sobaru berichtet: „Die Besatzung der Fähre hat seit Tagen nicht geschlafen. Sie sagten mir, wach bleiben zu wollen, bis sich die Lage gebessert hat und alle Flüchtlinge, die sie befördern müssen, sicher in Rumänien angekommen sind."