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200 ukrainische Soldaten im Schlaf getötet? Einigung auf 10 Korridore

Bergungsarbeiten in den Trümmern der zerstörten Kaserne in der Ukraine
Bergungsarbeiten in den Trümmern der zerstörten Kaserne in der Ukraine Copyright Andrew Marienko/Associated Press
Copyright Andrew Marienko/Associated Press
Von Euronews mit AP, dpa, AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Bei einem Luftangriff auf eine ukrainische Kaserne sind 200 Soldatinnen und Soldaten im Schlaf überrascht worden. Dutzende Tote wurden bereits aus den Trümmern geborgen.

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Die Kampfhandlungen in der Ukraine gehen vor allem aus der Luft mit unverminderter Härte weiter. Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte Videomaterial von Luftangriffen auf ukrainische Militärfahrzeuge und ein Lager. Ort und Zeitpunkt der Aufnahmen wurden nicht genannt.

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Kanaschenkow, bestätigte den ersten Einsatz der Hyperschall-Rakete "Kinschal" in einem Kampfgebiet. Sie habe ein unterirdisches Depot für Munition und Waffen in Deljatin im Südwesten der Ukraine zerstört. "Kinschal" bedeutet Dolch. Die rakete kam bislang nur in Manövern zum Einsatz. Nach russischen Angaben haben Kinschal-Raketen eine Reichweite von 2000 Kilometern.

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, zog eine Zwischenbilanz des Krieges, der in Russland nur "Spezialoperation" genant werden darf:"Insgesamt sind seit Beginn der militärischen Spezialoperation 196 unbemannte Fluggeräte, 1.438 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 145 Mehrfachraketenwerfer, 556 Feldartilleriegeschütze und Mörser sowie 1.237 spezielle Militärfahrzeugen zerstört worden."

Dutzende Tote bei nächtlichem Angriff auf Kaserne

In Mykolajiw im Süden der Ukraine ist eine Kaserne dem Erdboden gleichgemacht worden. Dort sollen zum Zeitpunkt des Luftangriffes 200 Soldaten übernachtet haben. Dutzende Tote seien während der andauernden Rettungsarbeiten aus den Trümmern geborgen worden, berichteten mehrere westliche Nachrichtenagenturen.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Mykolajiw liegt die Stadt weiter unter schwerem Feuer. Mehrere weitere bewohnte Gebiete und Ortschaften in der Region seien unter russische Kontrolle geraten.

Der ukrainische Präsidenten-Berater Oleksiy Arestovych erläuterte die Schwerpunkt der aktuellen Kampfhandlungen: "Es gibt taktische Gefechte von lokaler Bedeutung, das Hauptaugenmerk des Feindes bleibt das gleiche. Dies betrifft Isjum, Wolnowach, Mariupol, Cherson, Mykolaijiw. Nach vorläufigen Angaben wurde der Kommandeur der 8. Militärischen Armee des Südlichen Militärbezirks der Russischen Föderation getötet."

Hoffnung macht Vereinbarung auf 10 Fluchtkorridore

Einen zum Stillstand gekommenen Auto-Konvoi und Zerstörungen gewaltigen Ausmaßes zeigen Satellitenaufnahmen aus der seit Wochen umzingelten Schwarzmeermetropole Mariupol. Dort sollen russische Truppen die Kontrolle über das strategisch wichtige und bereits teilweise zerstörte Metall-Fabrik Asow-Stahl übernommen haben.

Es gibt aber auch Hoffnungsschimmer in der Südukraine. Die stellvertretende Regierungchefin Iryna Wereschtschuk berichtete, man habe sich mit Russland auf die Einrichtung von zehn Fluchtkorridore für die Zivilbevölkerung geeinigt. Einer führe von Mariupol nach Saporischschja, mehrere weitere würden in den Regionen Kiew und Luhansk im Osten des Landes eingerichtet.

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