Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Ukrainische Regierung: Es gibt keinen humanitären Korridor in Mariupol

Access to the comments Kommentare
Von euronews
Ostern in Mariupol: Gläubige warten auf Priester, um Kuchen und Eier segnen zu lassen
Ostern in Mariupol: Gläubige warten auf Priester, um Kuchen und Eier segnen zu lassen   -   Copyright  Associated Press

Mariupol zwei Monate nach Kriegsbeginn: Bilder eines städtischen Abgeordneten zeigen Verwüstung und leere Straßen - in dem von russischen Truppen belagerten Stahlwerk der Stadt sollen sich noch immer Hunderte Menschen aufhalten. Laut russischen Angaben 2500 ukrainische Kämpfer und ausländische Söldner. Laut ukrainischen Angaben harren auch 1000 Zivilist:nnen dort aus.

Zwar erklärte Russland eine erneute Feuerpause zur Evakuierung von ZivilistInnen. Der humanitäre Korridor, von dem Moskau spreche, biete jedoch keine Sicherheit, so die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin. Es gebe keine Vereinbarung für einen humanitären Korridor zur Evakuierung aus dem Azowstal-Stahlwerk.

Saporischschja: Militär hebt Gräben zur Verteidigung aus

Die südliche Hafenstadt Odessa stand in den vergangenen Tagen ebenfalls unter heftigem Beschuss. Bei Raketenangriffen wurden laut ukrainischen Angaben acht Menschen in einem Wohnhaus getötet, darunter ein drei Monate altes Kind.

Um sich vor russischen Angriffen zu schützen, hebt das ukrainische Militär in Saporischschja Gräben aus. "Das ist unbedingt notwendig, denn der Feind ist heimtückisch", so Iwan Arefjew, Sprecher der regionalen Militärverwaltung. "Wir wissen nicht, was der Feind als nächstes tun wird und wir müssen die Stadt zur Verteidigung vorbereiten." 

Saporischschja liegt etwa 200 Kilometer nordwestlich von Mariupol. Die Region ist einer der Hauptschauplätze der russischen Invasion im Osten des Landes. 

Ukrainischen Angaben zufolge wurden seit Beginn des Krieges über 3800 Zivilist:innen getötet und mehr als 4000 Menschen verletzt. Die Statistik sei jedoch unvollständig, da die Behörden zu vielen Orten, darunter zur blockierten Hafenstadt Mariupol, keinen Zugang hätten.