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Ukraine: Keine Fortschritte der russischen Truppen in Mariupol

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Von Oleksandra Vakulina  & Euronews
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Sasha Vakulina erklärt die Zusammenhänge in der Ukraine
Sasha Vakulina erklärt die Zusammenhänge in der Ukraine   -   Copyright  Euronews

In der Ukraine haben die russischen Streitkräfte ihre Angriffe auf das Stahlwerk Asow-Stahl in Mariupol fortgesetzt. Trotz schweren Beschusses konnten Moskaus Truppen allerdings keine erkennbaren Fortschritte erzielen, so die US-amerikanische Denkfabrik "Institute for the Study of War".

Die russischen Befehlshaber könnten zu der Einschätzung gelangen, dass es schlicht nicht möglich ist, die verbleibenden ukrainischen Truppen auszuhungern. Deshalb dürften überstürzte und wahrscheinlich kostspielige Angriffe erforderlich sein, um das Stahlwerk bis zum 9. Mai zu besetzen.

Der Gouverneur der Region Luhansk, Sergej Gaidai, hat die Menschen in dem Gebiet erneut aufgerufen, zu fliehen, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet.

Im Osten setzten die russischen Streitkräfte den Beschuss entlang der gesamten Frontlinie in Donezk und Luhansk fort. Nach Einschätzung des "Institute for the Study of War".könnten Gegenangriffe Kiews jedoch die russischen Streitkräfte daran hindern, ukrainische Einheiten auf jedwede Art einzukesseln.

Die Bodenoffensiven setzen sich südlich von Isjum in Richtung Barwenkowo und Slowjansk fort. Lokale ukrainische Gegenangriffe eroberten Gebiete westlich von Izyum und nördlich von Cherson zurück. Die russische Offensive wurde so wahrscheinlich gestört und zwang russische Streitkräfte womöglich zum Rückzug.

Moskaus Truppen gewannen am Montag die Kontrolle über den Stadtrat von Cherson, einige Wochen nach der ersten Besetzung der Stadt.

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Die Lage in der UkraineEuronews

Wie die regionale Militärverwaltung bekannt gab, hätten Lenkraketen in der Stadt Saporischschja, im Südosten der Ukraine, eingeschlagen.

Zuvor hatte das staatliche ukrainische Energieunternehmen Energoatom erklärt, zwei Marschflugkörper seien über das Kernkraftwerk in der Nähe von Saporischschja geflogen. Das Atomkraftwerk ist das größte in Europa, am 4. März wurde es von der russischen Armee eingenommen.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums würden die ukrainischen Streitkräfte in Saporischschja bereits Vorbereitungen treffen: für einen möglichen russischen Angriff von Süden her.