Yom Hashoa: Menschen gedenken der 6 Millionen Holocaust-Opfer

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Von Katharina Sturm
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Am Holocaust-Gedenktag versammeln sich dutzende Menschen in Auschwitz zum Marsch der Lebenden, um der Opfer zu gedenken. Auch in Israel findet der Gedenktag statt. Ministerpräsident Naftali Bennet betont, dass man aktuelle Konflikte nicht vergleichen könne.

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Am Yom Hashoa, dem Holocaust-Gedenktag, schließen sich Politiker, Jugendliche aus dutzenden Ländern und Geflüchtete aus der Ukraine dem "Marsch der Lebenden" an, um der Opfer der Shoah zu gedenken.

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Holocaust-Überlebender Edward Mosberg führt den Marsch der Lebenden anCzarek Sokolowski/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Der Marsch wird traditionnel von Holocaust-Überlebenden angeführt.Dieses Jahr geht Polens Präsident Andrzej Duda an der Seite des 96-Jährigen Edward Mosberg, der insgesamt 16 Familienmitglieder durch die deutschen Nazis verloren hat. Darunter seine Großeltern im Vernichtungslager Belzec und seine Mutter und Schwestern in Auschwitz-Birkenau.

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Polens Präsident Andrzej Duda und Holocaust-Überlebender Edward MosbergCzarek Sokolowski/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Der Gedenkmarsch findet seit 1988 jedes Jahr statt und führt vom ehemaligen Lager Auschwitz unter dem Tor "Arbeit macht Frei" hindurch in Richtung des ehemaligen Vernichtungslagers Birkenau zum Internationalen Mahnmal für die Opfer von Auschwitz-Birkenau. In den letzten zwei Jahren kontte die Veranstaltung wegen der COVID-19-Pandemie nicht stattfinden.

In ganz Israel ertönen Sirenen, wenn das Land zwei Minuten zum Stillstand kommt. Bei der alljährlichen Tradition um 10:00 Uhr erstarren die Fußgänger auf der Stelle. Autofahrer halten an und stehen schweigend neben ihren Fahrzeugen, um der sechs Millionen Juden zu gedenken, die während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis ermordet wurden.

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Menschen gedenken der 6 Millionen Opfer des HolocaustAriel Schalit/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett legte anlässlich des Gedenktags einen Kranz in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem nieder. Bennett betonte mehrmals, wie wichtig es sei, keine Parallelen zwischen dem NS-Völkermord und aktuellen Konflikten zu ziehen.

"Es fällt mir schwer, dies zu sagen, weil es im Laufe der Jahre immer mehr Diskussionen in der Welt gibt, die andere schwierige Ereignisse mit dem Holocaust vergleichen. Aber nein. Kein Ereignis in der Geschichte, so grausam es auch gewesen sein mag, ist mit der Vernichtung der europäischen Juden durch die Nazis vergleichbar.", sagte er.

Amir Cohen/AMIR COHEN
Israels Ministerpräsident legt einen Kranz niederAmir Cohen/AMIR COHEN

Israel unternimmt große Anstrengungen, um der Opfer des Holocausts zu gedenken und die Überlebenden zu Helden zu machen. Restaurants und Vergnügungsstätten bleiben am Holocaust-Gedenktag geschlossen, in den Radios wird traurige Musik gespielt und die Fernsehsender zeigen Dokumentarfilme und anderes Material zum Thema des Holocaust.

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