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77. Holocaust-Gedenktag: Letzte Zeitzeugen kommen zu Wort

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Von Euronews  mit AFP/EBU
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Israels Außenminister Yair Lapid besucht am Internationalen Holocaust-Gedenktag, die Namensmauer im Ostarrichi-Park in Wien.
Israels Außenminister Yair Lapid besucht am Internationalen Holocaust-Gedenktag, die Namensmauer im Ostarrichi-Park in Wien.   -   Copyright  HANS PUNZ / APA / AFP

Anlässlich des Internationalen Holocaust Gedenktages haben Menschen in aller Welt an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Vor 77 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten Soldaten der Roten Armee das nationalsozialistische Konzentrationslager (KZ) Auschwitz-Birkenau.

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung am einstigen Ort des Schreckens kamen einige der wenigen noch lebenden Zeitzeugen zu Wort.

"Von hier kommt man nur durch die Schornsteine hinaus"

Unter ihnen Bogdan Bartnikowski, der als Jugendlicher Auschwitz überlebte. "Ich fragte den Kapo: 'Wir sind Kinder, was haben wir getan, warum sind wir hier? Wir wollen zurück nach Hause, in die Freiheit.'

Und der Kapo lachte voller Freude. Und sagte: 'Zurück nach Hause, zurück in die Freiheit. Siehst Du diese Schornsteine? Von hier kommt man nur durch die Schornsteine hinaus."

Marian Turski, ein anderer ehemaliger KZ-Insasse sagte: "Ich denke vor allem an Folgendes: Was kann ich tun? Was sollte ich tun, damit weder mir oder dir so etwas passiert?"

Bei der Gedenkfeier in Warschau wurden vor dem Ehrenmal für die Kämpfer des Getto-Aufstands Kränze niedergelegt.

In Österreich fand am neuen Holocaust-Mahnmal in Wien eine gemeinsame Gedenkveranstaltung in Anwesenheit des israelischen Außenministers Yair Lapid statt. "Auch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen wurde der Opfer gedacht."

Das neue Holocaust-Mahnmal in der österreichischen Hauptstadt war im vergangenen Herbst eröffnet worden.

Bei der Gedenkstunde im Bundestag traten unter anderem die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher und der israelische Parlamentspräsident Mickey Levy ans Rednerpult.