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Bundeskanzler Scholz bespricht Energie-Zusammenarbeit mit dem Senegal

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Von Katharina Sturm
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Scholz mit dem senegalesischen Präsidenten Macky Sall, 22.05.2022
Scholz mit dem senegalesischen Präsidenten Macky Sall, 22.05.2022   -   Copyright  SEYLLOU/AFP

Sechs Monate nach Amtsantritt, reist Bundeskanzler Olaf Scholz erstmals nach Afrika, um die Folgen des Ukraine-Krieges für den Nachbarkontinent zu besprechen.

Scholz hat sich mit dem senegalesischen Präsidenten und Vorsitzenden der Afrikanischen Union Macky Sall in Dakar getroffen und dem Senegal weitere Unterstützung durch Hilfsprogramme versprochen. Das soll der Ernährungskrise durch die russische Blockade der Weizenexporte aus der Ukraine entgegenwirken.

Macky Sall spricht sich bei dem Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler für den Frieden aus.
"Wir wollen nicht in diesen Konflikt verwickelt werden", so der senegalesische Präsident über den Krieg in der Ukraine. Afrika setze sich für eine Deeskalation ein, für einen Waffenstillstand, für einen Dialog, erklärte Macky Sall.

Scholz hat neben den Hilfprogrammen gegen die Hungersnot ebenfalls eine Zusammenarbeit bei der Erschließung eines Gasfelds zwischen dem Senegal und Mauretanien angeboten. Es wird vermutet, dass der Senegal entlang seiner Grenze zu Mauretanien über beträchtliche Erdgasvorkommen verfügt, und das zu einer Zeit, in der Deutschland und andere europäische Länder versuchen, ihre Abhängigkeit von russischen Gasimporten zu verringern. Präsident Sall erklärt, dass der Senegal zu solch einer Zusammenarbeit bereit sei und Europa mit Gas beliefern wird.

Neben Südafrika, Indien und Bangladesch, ist auch der Senegal zum G-7 Gipfel Ende Juni auf Schloss Elmau in Bayern eingeladen. Die G-7 Teilnehmer werden dort versuchen, eine gemeinsame Position gegenüber Russland zu finden und sich unter anderem mit dem Klimawandel befassen. Dabei will Deutschland den Senegal beim Bau eines Solarparks unterstützen.

Ein Einwohner von Diass erzählt, dass der Mangel an Arbeitsplätzen im Senegal ein großes Problem sei. Junge Menschen hätten keine Arbeit und er hofft, dass die Realisierung des Solarkraftwerks der senegalesischen Jugend mehr Arbeit verschaffen kann.

Nach dem Senegal, wird Bundeskanzler Scholz als nächstes den Niger und abschließend Südafrika besuchen.