Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Davos: „Haus der russischen Kriegsverbrechen“

Access to the comments Kommentare
Von euronews
euronews_icons_loading
„Haus der russischen Kriegsverbrechen" in Davos
„Haus der russischen Kriegsverbrechen" in Davos   -   Copyright  Markus Schreiber/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Das Gebäude in Davos, das früher während des Weltwirtschaftsforums die russische Delegation beherbergte, ist jetzt das „Haus der russischen Kriegsverbrechen". Dort werden unter anderem Aufnahmen aus den Gefechtsgebieten ausgestellt. 

Bürgermeister von Butscha: „Jetzt muss sich ein Gericht um das Russischsein kümmern"

Auch der Bürgermeister von Butscha, Anatoli Fedoruk, ist vor Ort. Die ukrainische Stadt geriet der Anfang April ins Licht der Weltöffentlichkeit, als dort nach dem Abzug russischer Einheit zahlreiche Leichen von Zivilpersonen gefunden wurden.

„Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es Militärgerichte, die sich mit dem Nationalsozialismus befassten. Jetzt muss sich ein Gericht um das Russischsein kümmern. Wenn das nicht geschieht, wird es auf der Welt keine Gerechtigkeit geben und wir wären jahrelang nicht in der Lage, die Grausamkeiten zu beenden, die leider immer noch auf ukrainischem Gebiet vom russischen Aggressor, vom russischen Besatzer verübt werden", so Fedoruk.

Innenansichten des Weltwirtschaftsforums: Ukraine in Davos im Mittelpunkt

Die ukrainischen Behörden arbeiten bei der Ermittlung von Verbrechen eng mit der Bevölkerung zusammen. Liudmyla Denisowa, Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, erläutert: „Wir haben viele Berichte von Menschen erhalten. Wir sammeln diese unter anderem mit Hilfe eines Computerprogramms. Wenn wir sehen, dass gehandelt werden muss und wenn wir Gräueltaten erkennen, die von den Strafverfolgungsbehörden ermittelt werden müssen, übergeben wir sofort dieses Material.“

Hinter der Umwandlung des ehemaligen Gebäudes der russischen Delegation in Davos in das sogenannte Haus der russischen Kriegsverbrechen steht übrigens ein ukrainischer Unternehmer. Sein Ziel: Das Geschehen in seinem Heimatland soll im Mittelpunkt des Weltwirtschaftsforums stehen.