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Cherson unter den Russen: "Ruhig, wunderbar"

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Von Euronews
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Cherson
Cherson   -   Copyright  صورة من فيديو أب بي يو

Die Stadt Cherson in der Südukraine ist in russischer Hand. Die russische Armee begleitet einen Bus mit ausländischer Presse. Dass hier, wo die russiche Flagge weht, alles in Ordnung ist, soll gezeigt werden, doch die erste Frau, die der Journalist vor das Mikrofon bekommt, sagt: "Ich möchte, dass es wieder so ist wie früher. Das ist doch die Ukraine hier. Ich bin Ukrainerin. Es soll so sein wie früher. Wir hatten doch ein ruhiges und gutes Leben."

"Haben Sie keine Angst, wenn Sie so reden?", fragt der Journalist. Sie sagt: "Nein, keine Angst. Wenn sie mich umbringen, bringen sie mich um."

Immer noch sind ukrainische Flaggen zu sehen, doch auf offiziellen Gebäuden weht die russische.

Ein neuer, pro-russischer stellvertretender Bürgermeister, Kiril Stremossow, wird den Journalisten vorgestellt und er erzählt, wie froh er sei, dass das Gebiet nun wieder in den Schoß Moskaus heimkehrt: "Wir gehören alle zusammen. Wir kehren zurück in die russische Föderation. So soll es sein."

Dann fährt der Bus nach Skadowsk am Schwarzen Meer. Hier fährt man von Cherson aus hin, um sich zu erholen.

Alles bestens, sagt eine Frau: "Ruhig, wunderbar. Die Geschäfte sollten alle wieder aufmachen und die Banken."

Nicht alle finden es so wunderbar:

Ein Mann meint: "Wir wollen Frieden. Warum kann die Ukraine nicht neutral bleiben, so wie die Schweiz. Die Schweiz ist neutral und führt keinen Krieg."

Russische Soldaten patroullieren in den Straßen von Cherson. Alle in Cherson wollen sie hier nicht sehen.