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Judo-Grand-Slam: Feierstimmung in Tiflis

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Von euronews
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Temur Nozadze bejubelt seinen Sieg in Tiflis
Temur Nozadze bejubelt seinen Sieg in Tiflis   -   Copyright  IJF (Videostandbild)

Tiflis begrüßte die Judo-Weltklasse zum Grand Slam. Der erste Wettkampftag wurde für die Französin Melanie Legoux Clement zum Erfolgserlebnis. Sie gewann Gold in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm. Mohammed Meridja, beim Judo-Weltverband unter anderem für Ausbildungsfragen zuständig, überreichte ihr das Edelmetall.

Georgische Landsleute unter sich

Die Judo-Begeisterten in der georgischen Hauptstadt kamen voll auf ihre Kosten, als sich zwei ihrer Landsmänner in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm gegenüberstanden. Temur Nozadze gegen Giorgi Sardalaschwili. In einem Kampf, in dem beide Judoka die Flucht nach vorne antraten, musste eine Verlängerung her.

Nozadze sicherte sich in der Zusatzschicht den Sieg. Bereits im vergangenen Jahr gewann der 24-Jährige in Tiflis. Für ihn ist der Heimvorteil keine Worthülse. In der Weltrangliste steht Nozadze bei den Männern bis 60 Kilogramm auf dem 37. Rang. Siege wie diese helfen beim Klettern in der Aufstellung der Weltbesten.

Anzor Schubinidze, Leiter des georgischen Staatschutzes, nahm die Siegerehrung vor. Es sei immer schwierig, wenn ein Kampf zwischen zwei georgischen Judoka anstehe, vor allem, wenn es sich um ein Finale handele, so Temur Nozadze. Es ein spannender und schwieriger Kampf gewesen, aber ihm sei es gelungen, seine Kraft zusammenzunehmen, sagte der Georgier.

Krasniqi und Pupp: Gemeinsame Vorbereitung, Wiedersehen im Finale

Olympiasiegerin Distria Krasniqi aus dem Kosovo macht mittlerweile in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm von sich reden, nachdem sie einige ihre bisher größten Erfolge bei den Frauen bis 48 Kilogramm gefeiert hatte. In Tiflis zog Krasniqi in den Kampf um Gold ein und setzte sich dort gegen die Weltranglistendritte, Reka Pupp aus Ungarn, durch. Krasniqi - auch gerade einmal 26 Jahre alt - hat jetzt 13 Turniersiege auf der Welttour auf ihrer Habenseite. Gold in Georgien erhielt sie von Skander Hachicha, Sportdirektor des Judo-Weltverbandes.

Krasniqi sagte: „Abseits der Matte habe ich Achtung vor allen und ich versuche immer zu helfen. Wir beide hatten keine Partnerin zum Aufwärmen, also fragte sie mich, ob wir das gemeinsam machen könnten. Natürlich war ich einverstanden, ich brauchte sie ja auch. Wir haben uns gemeinsam aufgewärmt und uns viel Glück gewünscht, um uns im Finale wiederzusehen. So kam es“, sagte Krasniqi über die gemeinsame Vorbereitung mit ihrer ungarischen Gegnerin.

Deutsche Pauline Starke unterliegt Huh Mimi

Denis Vieru aus der Republik Moldau siegte in Tiflis bei den Männern bis 66 Kilogramm, Giorgi Atabegaschwili, Vorsitzender des georgischen Judo-Verbandes, überreichte den Lohn in Gold.

Huh Mimi aus Südkorea jubelte bei den Frauen bis 57 Kilogramm, sie bezwang die Deutsche Pauline Starke. Ki-Young Jeon, Schiedsrichter-Direktor des Weltverbandes, nahm die Ehrung vor.

Den einheimischen Judoka in der georgischen Hauptstadt merkte man an: Sie wollten es wissen. Vascha Margvelaschwili gehörte zu den Lieblingen in der Halle. Dass er in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Bronze gewann, begeisterte nicht nur ihn, sondern auch viele auf der Tribüne.